Unfallversicherung
Sommerzeit / Zeckenzeit
Die Fakten
- Die Zecke gehört zu den Spinnentieren
- Weltweit gibt es über 800 Zeckenarten
- Zecken werden schon ab 10 Grad Celsius aktiv
- Bei uns sind sie vor allem an Waldrändern und Waldlichtungen bzw. im Gestrüpp,
in Gräsern und Farn oder im Unterholz - aber auch auf Dachböden, in Gärten und Ställen - anzutreffen
- Zecken halten sich überwiegend in Höhe ihrer potentiellen Opfer auf (also auf Knie-
oder Hüfthöhe bis zu 1,50 m)
- Streift man eine Zecke, krallt sie sich blitzschnell mit ihren Vorderbeinen an
ihrem Opfer fest und lässt sich eher selten - wie es die weit verbreitete Ansicht besagt -
von Bäumen herabfallen
- Sie beißt ihren Wirt meist nicht sofort, sondern wandert bevorzugt in Richtung
Kniekehlen, zwischen den Beinen, Nacken, Haaransatz und unter den Armen
- Oft erfolgt der Biss unbemerkt, es ist also empfehlenswert den Körper z.B. nach einem
Waldspaziergang nach Zecken abzusuchen
FSME = Frühsommer-Meningo-Enzephalitis
- Trotz des Namens kann man ganzjährig durch einen Zeckenbiss an FSME erkranken
- Der Virus macht sich durch grippeähnliche Symptome wie z.B. Fieber, Kopfschmerzen,
Schnupfen 5-14 Tage nach dem Biss bemerkbar und kann zu einer Entzündung von Gehirn,
Hirnhaut und Rückenmark führen
- Etwa 10 % der erkrankten Personen erleiden dauerhafte Schäden z.B. Koordinationsstörungen,
Lähmungen oder ernsthafte psychische Veränderungen und ca. 1 % versterben
- Die Grunderkrankung kann nicht durch Antibiotika geheilt werden, es können nur einzelne
Symptome gelindert werden
Borreliose
- Die ersten Symptome sind mit denen der FSME gleich außerdem gibt es eine Vielzahl
von unspezifischen Beschwerden wie Müdigkeit, Nackensteifigkeit, Sehbeschwerden, Schwindel,
Übelkeit und Erbrechen sowie psychische Veränderungen
- Nach 5-29 Tagen kommt es meist zu einem charakteristischen Hautausschlag
- Der Erreger hat nach 4-16 Wochen im gesamte Körper ausgebreitet und äußert sich nun
zusätzlich durch starke Schweißausbrüche, Befall der Organe, der Gelenke und Muskeln
(zeigt sich z.T. an starken Gelenkschmerzen oder an einem schiefen Gesicht), Sehstörungen
und Herzproblemen
- Es kann zu einer chronischen Infektion, zu einem Befall des zentralen und peripheren
Nervensystems oder zu chronische Erkrankungen der Sinnesorgane, Gelenke und Muskeln kommen
- Erhält die betroffene Person rechtzeitig Antibiotika, ist die Krankheit heilbar
Die ERGO verrät, wie man sich (mit ein paar kleinen Tricks) vor den gefährlichen
Bissen der 8-Beiner schützen kann
- Tragen Sie z.B. bei Waldspaziergängen:
- lange Bekleidung (möglichst hell, sodass Zecken darauf schnell erkennbar sind)
- eine Kopfbedeckung
- geschlossenes Schuhwerk
- und nutzen Sie am besten fest Wege
- Benutzen Sie Insektenschutzmittel (z.B. ein Zeckentuch) für nicht bedeckte Hautstellen
- Lassen Sie sich gegen das FSME-Virus impfen. Fragen Sie Ihren Arzt!
Sollte es doch dazu gekommen sein
Wurden Sie doch unbemerkt von einer Zecke gebissen, nicht in Panik geraten.
- Entfernen Sie die Zecke (am besten mit einer Zeckenkarte oder Pinzette)
indem Sie diese – möglichst ohne sie dabei zu zerquetschen - knapp über der
Einstichstelle packen und langsam nach hinten herausziehen (nicht drehen!)
- Verwenden Sie keinesfalls Klebstoff oder Öl um die Zecke zu ersticken,
denn gerade im Todeskampf gibt sie Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in das Blut ab
- Betupfen Sie danach die Einstichstelle mit Desinfektionsmittel
- Bei Unsicherheit sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen
Darauf können Sie sich verlassen:
Ihre Unfallversicherung bei der ERGO
Bei uns sind in allen* Unfallprodukten Hirn- und Hirnhautentzündung und Borreliose als Folge eines
Zeckenbisses im Versicherungsschutz mit eingeschlossen, obwohl es sich hierbei nicht
einmal um einen Unfall im klassischen Sinne handelt.
* Ausgenommen: Fahrer-Unfallschutz