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Aufstiegs-BAföG

Aufstiegs-BAföG

13.10.2016

Das ehemalige "Meister-BAföG" heißt seit August 2016 "Aufstiegs-BAföG". Aber nicht nur der Name hat sich geändert, es gibt auch mehr Geld nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG). 

Mit dem Aufstiegs-BAFöG fördert der Staat die Vorbereitung auf über 700 Fortbildungsabschlüsse, so die Fortbildung zum Handwerks- oder Industriemeister, zum Techniker, Fachwirt oder staatlich geprüften Erzieher. Der Staat fördert Fortbildungen privater und öffentlicher Träger, unabhängig davon, ob diese in Voll- oder Teilzeit stattfinden. Wichtig ist, dass der erhoffte Abschluss vom Niveau her über einer Facharbeiter-, Gesellen- oder Gehilfenprüfung oder einem Berufsfachschulabschluss liegt. Damit ist also eine abgeschlossene Erstausbildung häufige Voraussetzung für die Zulassung zur Fortbildungsprüfung. Die Fortbildung muss auf eine öffentlich-rechtliche Prüfung nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder einen gleichwertigen Abschluss vorbereiten.

Gefördert wird generell eine Aufstiegsfortbildung pro Person, dies muss nicht die erste Aufstiegsfortbildung sein. Selbst wenn also bereits eine selbst finanzierte Aufstiegsfortbildung abgeschlossen wurde, kann eine weitere Aufstiegsfortbildung daher gefördert werden.

Die Förderung ist zudem an weitere Voraussetzungen geknüpft:

  • Die Fortbildungsmaßnahme muss mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen,
  • Vollzeitmaßnahmen müssen in der Regel mindestens 25 Unterrichtsstunden an 4 Werktagen der Woche umfassen, die maximale Dauer beträgt drei Jahre,
  • Teilzeitmaßnahmen müssen mindestens 18 Unterrichtsstunden im Monat umfassen, die maximale Dauer beträgt vier Jahre,
  • Fernlehrgänge müssen sowohl den Voraussetzungen des AFBG als auch denen des Fernunterrichtsschutzgesetzes entsprechen,
  • gefördert werden nur Lehrgänge bei zertifizierten Anbietern.

Wer kann die Förderung bekommen?

Eine Altersgrenze für die Förderung gibt es nicht. Natürlich müssen aber die Zulassungsvoraussetzungen für die jeweilige Fortbildung oder Prüfung erfüllt sein. Seit 01.08.2016 können auch Studienabbrecher oder Abiturienten ohne Erstausbildungsabschluss die Aufstiegs-Förderung für Fortbildungen erhalten. Das gilt immer dann, wenn sie Berufspraxis haben und die jeweilige Prüfungsordnung dem nicht entgegensteht. Auch wer bereits einen Bachelor-Abschluss hat, kann für eine neu beginnende Fortbildung ab sofort die AFBG-Förderung bekommen.

Wie wird gefördert?

Die Förderung besteht aus einem einkommens- und vermögensunabhängigen Beitrag zu den Fortbildungskosten und bei Vollzeitmaßnahmen zusätzlich einem einkommensabhängigen Beitrag zum Lebensunterhalt. Sie setzt sich aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen und zinsgünstigen KfW-Darlehen zusammen.

Zum 1. August 2016 wurden die Förderungen erhöht. Der Basisunterhaltsbetrag für Vollzeit-Fortbildungen stieg von 645 Euro auf 708 Euro, der Zuschussanteil um sechs Prozent. Zum Basisbetrag kommt noch ein Erhöhungsbetrag hinzu. Dieser beträgt seit August für den Teilnehmer 60 Euro. Ist der Teilnehmer verheiratet oder lebt in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, kommen noch 235 Euro für den Partner dazu, sowie ggf. weitere 235 Euro für jedes Kind.

Unabhängig vom Einkommen und Vermögen fördert der Staat die Lehrgangskosten mit einem Maßnahmebeitrag, der jetzt statt maximal 10.226 Euro höchstens 15.000 Euro beträgt.  Die Förderung von Materialkosten für ein Meisterstück liegt bei bis zu 2.000 Euro. 40 % der Förderung wird dabei als nicht zurückzahlbarer Zuschuss gezahlt. Angehoben wurden auch die Freibeträge für das bei der Berechnung der einkommensabhängigen Anteile anzurechnende Einkommen und Vermögen (Basisvermögensfreibetrag 45.000 Euro, Einkommensfreibetrag für den Teilnehmer nun 290 Euro pro Monat). Weitere Änderungen betreffen zum Beispiel die Einführung eines elektronischen Antragsverfahrens und die Verringerung der Zahl der Teilnahmenachweise.

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