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Berufsausbildungsbeihilfe

Berufsausbildungsbeihilfe

10.05.2018

In manchen Städten gibt es einfach weniger Ausbildungsplätze als anderswo in Deutschland. Deswegen gehen viele Arbeitssuchende dazu über, sich auch in anderen Städten nach einem geeigneten Ausbildungsplatz in einem Betrieb umzuschauen. Doch wer hilft dir dabei finanziell? Die Ausbildungsvergütung allein reicht meistens nicht, um eine Wohnung und den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Du hast endlich den ersehnten Ausbildungsplatz in einer anderen Stadt, weit weg von zu Haus, gefunden. Beantrage Berufsausbildungsbeihilfe! Den Antrag musst du bei deiner Agentur für Arbeit stellen.

Die Berufsausbildungsbeihilfe ist eine Unterstützung für deinen Lebensunterhalt während der Ausbildung. Sie ist an Voraussetzungen geknüpft:

  • nur deine erste Ausbildung kann gefördert werden,
  • es muss eine staatlich anerkannte Ausbildung sein,
  • du musst eine eigene Wohnung unterhalten
  • das Einkommen deiner Eltern wird neben deinem eigenen Gehalt bei der Berechnung der BAB berücksichtigt.

BAB wird für die vorgeschriebene Ausbildungszeit oder für die Dauer der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme als Zuschuss gezahlt und monatlich auf dein Konto überwiesen. Wenn du verpasst hast, den Antrag rechtzeitig zu Beginn deiner Ausbildung zu stellen, wird BAB nur ab dem Monat bezahlt, in dem du die BAB beantragt hast. Ein rechtzeitiger Antrag spart dir also Geld!

Auf die Beihilfe wird dein Einkommen grundsätzlich voll angerechnet. Das Einkommen deiner Eltern oder eines eventuellen Ehe- oder Lebenspartners wird nur angerechnet, soweit es bestimmte Freibeträge übersteigt. Bei Teilnahme an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen wird in der Regel kein Einkommen angerechnet.

Ein Betrag von 372 Euro wird als Grundbedarf zugrundegelegt. Es werden 166 Euro für die Mietkosten hinzugerechnet. Ist deine Miete höher als 149 Euro, bekommst du bis zu 84 Euro mehr. Bei behinderten Menschen, die im Haushalt der Eltern wohnen, beträgt der Grundbedarf 316 Euro, er erhöht sich auf 397 Euro, wenn der behinderte Mensch verheiratet oder über 21 Jahre alt ist. 

Auch Fahrtkosten können über BAB gefördert werden. Dabei werden als Fahrkosten die Kosten zwischen Unterkunft, Ausbildungsstätte und Berufsschule zugrunde gelegt. Der Höchstbetrag liegt derzeit bei 476 Euro. Wenn du auswärtig untergebracht bist, wird in der Regel einmal im Monat eine Heimfahrt bezahlt. Auch eine Bahncard wird erstattet, wenn diese Kosten bei den Heimfahrten spart. Wenn du im europäischen Ausland ausgebildet wirst, wird allerdings nur eine Heimfahrt alle sechs Monate, bei einer Ausbildung außerhalb Europas sogar nur einmal im Jahr finanziert. 

Für Arbeitskleidung kannst du eine Pauschale von 13 Euro bekommen.

Bei Auszubildenden mit Kindern werden zusätzlich Betreuungskosten in Höhe von 130 Euro pro Kind anerkannt. Sonstige Kosten können anerkannt werden, sofern sie durch die Berufsausbildung bedingt unvermeidbar sind und die Berufsausbildung ansonsten gefährdet wäre, wenn der Auszubildende oder seine Erziehungsberechtigten die Kosten zu tragen haben.

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