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Internetauktionen

eBay-Konkurrenz

15.04.2016

Die eBay-Konkurrenz

Gebührenfreie Plattformen

Es gibt weitere Auktionsplattformen im Internet, die ganz ähnlich wie eBay arbeiten. Einige verlangen keine Gebühren. Lediglich besondere optische Hervorhebungen der Angebote kosten oft Geld. Natürlich sind auch diese Anbieter Geschäftsleute und keine Wohltäter: Sie verdienen an der Werbung. Kaufen Sie dort, müssen Sie sich also mit Werbebannern oder im Einzelfall schon mal mit Pop-ups von Porno-Anbietern abfinden.

Beispiele:

Gerade für Käufer können auch die kleineren Auktionsportale interessant sein - hier wird unter Umständen der Preis durch die geringere Mitgliederzahl nicht so in die Höhe getrieben. Und Verkäufer haben zwar weniger mögliche Kunden - aber dafür geht ihr Angebot auch nicht in der Menge unter.

Handwerkerauktionen

Bei sogenannten Handwerkerauktionen werden natürlich keine Handwerker versteigert - der Menschenhandel ist immer noch illegal. Stattdessen geht es um die von Handwerkern durchzuführenden Arbeiten. Sind Sie im Umzugsstress und haben keine Zeit die alte Wohnung frisch zu streichen, können Sie Ihren Auftrag in einem solchen Portal einstellen. Beim Anbieter registrierte Handwerksbetriebe (mit Gewerbe- bzw. Qualifikationsnachweis) können dann darauf bieten.

Die Laufzeit des Angebotes ist zeitlich begrenzt. Wer den Zuschlag bekommt, entscheiden Sie als Auftraggeber.

Nicht nur das günstigste Angebot spielt eine Rolle, sondern auch Ortsnähe und die Gewährleistung guter Arbeitsqualität. Es gibt verschiedene Sicherheitsoptionen. My-hammer.de etwa bietet einen Treuhandservice an. Gebühren zahlt dort nur der Auftragnehmer. Auch nicht direkt handwerkliche Aufträge werden versteigert - z.B. aus den Bereichen Events/Gastronomie (my-hammer) oder Übersetzungen (jobdoo).

Beispiele:

Handwerkerauktionen sind ein Weg, um Handwerkerkosten zu sparen. Die diversen Sicherheitsvorkehrungen der Anbieter sollen verhindern, dass sich Schwarzarbeiter und unqualifizierte Hobbyhandwerker beteiligen. Auch wenn dies im Regelfall gewährleistet ist, sollten Sie sich doch genau ansehen, wem Sie den Auftrag erteilen. Es kann nicht schaden, die Firmenprofile beim "Versteigerer" genau zu lesen und sich ggf. im Internet über den Handwerksbetrieb zu informieren. Und nicht vergessen: Nicht das billigste Angebot ist immer das Beste. Die beste Qualität liefert meist nur ein Fachmann, der mit seiner Bezahlung zufrieden ist ...

Rechtlich gesehen schließen Sie hier übrigens keine Kauf-, sondern Werkverträge ab. Es gilt damit das Werkvertragsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches mit seinen Gewährleistungsregeln (§§ 631 ff. BGB). Der Vertrag kommt auch nicht mit der Abgabe des niedrigsten Gebotes oder dem Ablauf der Auktion zustande, sondern wird erst nach der Auktion mit dem Handwerksbetrieb geschlossen, den Sie als Auftraggeber auswählen. Das Fernabsatzrecht mit seinen vielfältigen Pflichten für Unternehmer kommt damit hier nicht zum Einsatz. Sie sollten daher unbedingt mit dem Handwerksbetrieb einen schriftlichen Vertrag abschließen.

Rückwärtsauktion

Handwerkerauktionen gehören einer Spezies an, die das eBay-Prinzip umkehrt: der sogenannten Rückwärtsauktion. Bei dieser stellen Sie, der Sie eine Ware oder Dienstleistung suchen, Ihre Anfrage in das Auktionsportal. Sie können auch bestimmte Anforderungen an die Ware und Ihre preisliche "Schmerzgrenze" angeben. Vom Maximalpreis ausgehend können dann Angebote abgegeben werden - mit jeweils sinkendem Preis.

Wer die Versandkosten tragen soll, sollten Sie in Ihrer Anfrage angeben. Sonst gilt Ähnliches wie bei den herkömmlichen Online-Versteigerungen.

Einige Anbieter ermöglichen die Zahlungsabwicklung über Paypal; es gibt Bewertungssysteme und beim Warenhandel werden - allerdings erst im Anschluss an die eigentliche Auktion - herkömmliche Kaufverträge geschlossen. Das Fernabsatzrecht ist insofern in vielen Fällen nicht anwendbar, als der endgültige Vertragsabschluss zwischen Unternehmer und Verbraucher hier nicht über eine eigens vom Unternehmer eingerichtete Online-Vertriebsmöglichkeit erfolgt.

Beispiele:

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