Oben
  • Drucken
  • schlecht ausreichend durchschnitt gut besonders gut
    Bewertungen
Bewertungsprofile Internetauktion

Bewertungssystem eBay & Co.

14.04.2016

Nicht jede Bewertung ist erlaubt

Bewertungsprofile

Nach jedem eBay-Geschäft können sich die Geschäftspartner untereinander bewerten. Es gibt die Bewertungen "positiv" und "negativ", die jeweils durch kurze Bemerkungen ergänzt werden können - etwa "schnelle Lieferung - gerne wieder" oder "überhöhte Versandkosten - Gerät defekt" u.a. Als Vertragspartner können Sie auf eine derartige Äußerung mit einer Gegendarstellung reagieren; beides kann von anderen Besuchern der Handelsplattform eingesehen werden. Auf jeder Angebotsseite kann man oben rechts die Bewertungsstatistik des Verkäufers in Prozent sehen: z.B. "100 % positiv".

Streit um Bewertungen

Um Bewertungen wird auch gestritten - selbst vor Gericht. Wenn Sie häufig bei eBay handeln - womöglich als "Powerseller" oder gewerblicher Verkäufer - legen Sie auf eine gute Bewertungsstatistik meist besonderen Wert. Schon wenige schlechte Bewertungen können das Gesamtbild verderben. Bewertungen müssen deshalb sachlich gerechtfertigt und wahr sein.

Unzulässig sind negative Bewertungen, wenn sie unwahr und unsachlich sind, Schmähkritik oder Beleidigungen beinhalten oder zu falschen Schlussfolgerungen führen können.

Tipp!

Als Verkäufer (Profi-Verkäufer) können Sie bei eBay ihren Kunden keine negativen Bewertungen geben. Dadurch will eBay Rachebewertungen für schlechte Kundenbewertungen verhindern. Käufer dagegen können nach wie vor schlechte Bewertungen abgeben.

Rechtliche Schritte

Möchten Sie als Verkäufer, dass eBay eine negative Bewertung löscht, nutzen Sie das Formular "Antrag auf Bewertungslöschung" und setzen ihrem Vertragspartner eine Frist. Kommt er der Aufforderung nicht nach, können Sie auf Zustimmung zur Zurücknahme der negativen Bewertung klagen.

Die rechtliche Begründung: Aus dem Vertragsschluss über eBay folgt die Verpflichtung, die Kommentare sachlich zu gestalten und nur auf wahre Umstände zu begründen. Werden diese Vorgaben nicht befolgt, besteht ein Löschungsanspruch (§§ 280 Abs.1, 241 Abs. 2 BGB i.V.m. den AGB von eBay).

Zudem kann eine falsche Behauptung auch in das allgemeine Persönlichkeitsrecht und unter Umständen in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb eingreifen (OLG Oldenburg, Az. 13 U 71/05).

Permalink

Ähnliche Beiträge:

Pärchen am Computer

Vertragsabschluss im Internet

30.03.2017

Reisebuchung

Welcher Mausklick ist denn eigentlich rechtsverbindlich und macht den Vertrag mit dem Anbieter perfekt?

Paragraph vor Tastatur

Widerrufsrecht bei Online-Reisebuchung

30.03.2017

Reisebuchung

Alleine im letzten Jahr buchten 16 Mio. Deutsche ihren Urlaub im Internet. Das Reisebüro um die Ecke hat da wohl ausgedient. Doch stellt sich die Frage, ob das 14-tägige Widerrufsrecht, das wir vom Online Shopping kennen, auch bei der Online Reisebuchung gilt.

Jungs vor PC

Bewertungen im Internet abgeben

3.02.2017

Werbung und Bewertung

Für die Reiseanbieter ist es Fluch und Segen zugleich. Aber worauf müssen Sie achten, wenn Sie Ihr letztes Urlaubsziel bewerten? Ist alles zulässig oder gibt es Einschränkungen?

D.A.S. Leistungsservice

D.A.S. Leistungsservice

Immer eine gute Idee, wenn Sie in Sachen Recht nicht weiterwissen: Rufen Sie an! Der D.A.S. Leistungsservice steht Ihnen als Rechtsschutz-Kunden gern unter der gebührenfreien Direktwahl 0800 3273271 zur Verfügung!

Kontakt

0800 3746-555
gebührenfrei