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Barrierefreie Wohnung

Der Garten als Abenteuerspielplatz

10.03.2015

Sind Riesen-Trampoline und Pools erlaubt?

Der Sommer zieht viele Menschen in den Garten – zum Grillen, Fußballspielen oder Sonnenbaden. Doch nicht überall herrscht eitel Sonnenschein: Was, wenn der Nachbar den Garten plötzlich als Action-Spielplatz für seine Kinder umfunktioniert und einen meterhohen Spielturm, ein Monster-Trampolin oder einen Riesen-Swimming-Pool aufbaut? Konflikte in der Nachbarschaft sind hier häufig die Folge. Ob das Aufstellen von überdimensionalen Freizeitgeräten überhaupt erlaubt ist, erfahren Sie hier.

Spielgeräte im (Miet-)Garten?

Trampoline und Spieltürme sind derzeit in vielen Höfen und Gärten zu finden. Dabei gilt für Mieter: „Sofern alle Bewohner den Garten oder Hof nutzen dürfen, müssen die anderen Mietparteien vorab um Erlaubnis gebeten werden“, erklären die Juristen der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (im Folgenden D.A.S. Leistungsservice). Ist sogar eine bauliche Maßnahme notwendig, zum Beispiel eine Bodenvertiefung zum Aufbau eines Trampolins oder eine feste Verankerung eines Klettergerüstes im Boden, ist in jedem Fall die Zustimmung des Vermieters erforderlich. Wichtig: Die Spielgeräte dürfen beim Aufbau den Untergrund nicht beschädigen und auch beim späteren Entfernen sollten keine Schäden entstehen. Ansonsten müssen die Verantwortlichen für die Reparatur aufkommen. Außerdem gilt: Wer im Außenbereich überdimensionale Freizeitgeräte aufbaut, sollte bei der Auswahl des Standortes darauf achten, dass andere Mieter wie auch Grundstücksnachbarn möglichst wenig gestört werden. Und selbst wenn Vermieter und Nachbarn nichts gegen Spielturm oder Trampolin einzuwenden haben: Die allgemeinen Ruhezeiten müssen eingehalten werden!

Sicherheit für Mieter: Modernisierungsvereinbarung

Einigen sich Mieter und Vermieter auf eine Modernisierung der Wohnung zur altersgerechten Nutzung, ist eine Modernisierungsvereinbarung empfehlenswert. In ihr können die Vertragspartner beispielsweise festlegen, dass der Mieter nach dem Umbau nicht mit einer Mieterhöhung rechnen muss. Das gibt ihm die Sicherheit, wirklich bis ins hohe Alter in der Wohnung bleiben zu können. Auch ein teurer Rückbau im Falle eines Auszuges kann vertraglich ausgeschlossen werden.

Mein Garten, mein Recht?

Badespaß ist im Sommer neben Eis das größte Vergnügen für den Nachwuchs. Ein Pool im eigenen Garten ist daher für viele das absolute Highlight. Doch was muss vor dem Aufstellen des Schwimmbeckens beachtet werden? Anders als bei Mietern benötigen Hauseigentümer normalerweise keine Einverständniserklärung der Nachbarn vor dem Aufstellen von Spielgeräten im Garten. „Knackpunkt ist aber auch hier die Veränderung des Grundstückes durch eine bauliche Maßnahme. Sobald mit dem Aufstellen beispielsweise eine Bodenvertiefung für das Einlassen eines Pools einhergeht, ist die rechtliche Lage auch beim eigenen Grund und Boden nicht mehr so einfach“, erklären die Juristen. So können, abhängig von der jeweiligen Landesbauordnung, beim Bau eines festen Swimming-Pools bestimmte Grenzabstände zum Nachbargrundstück Pflicht sein. Hier sollte Rücksprache mit dem örtlichen Bauamt gehalten werden. Wer seinen Pool sehr nahe an Nachbars Garten baut, muss darauf achten, dass die notwendige Vertiefung für das Becken nicht zu einem Verlust der Stütze des angrenzenden Gartens führt. Denn dann ist diese Maßnahme unzulässig! Hier können Nachbarn verlangen, dass die angehenden Poolbesitzer eine Stützmauer oder eine vergleichbare Absicherung errichten. Kommen sie diesem Anliegen nicht nach, können die betroffenen Nachbarn auch eine Entfernung des Pools fordern.

Störung der Privatsphäre oder Lärm?

Doch meistens entstehen Konflikte, wenn sich die Nachbarn durch den Lärm oder in ihrer Privatsphäre gestört fühlen – denn nicht selten entwickelt sich beispielsweise ein Riesen-Trampolin zum Anziehungspunkt für die Kinder aus der Nachbarschaft. Ist es dann möglich, einen Abbau des Spielgeräts zu fordern? „Hierfür gibt es keine rechtlich einheitliche Regelung“, erklären die Juristen des D.A.S. Leistungsservices und fahren fort: „Jedes Bundesland regelt das Nachbarrecht in eigenen Gesetzen, die je nach örtlichen Gebräuchen Unterschiede aufweisen.“ Um Ärger mit den Nachbarn von vornherein zu vermeiden, sollten Familien das Spielgerät besser an einer abgelegenen Stelle des Gartens platzieren.

Mediation als Lösung bei Streitigkeiten mit den Nachbarn

Um zu verhindern, dass ein Nachbarschaftsstreit vor Gericht landet, kann eine Mediation eine sinnvolle Lösung für die beteiligten Parteien sein. Ziel dieses freiwilligen Schlichtungsverfahrens ist es, außergerichtlich eine Einigung der nachbarlichen Streithähne herbeizuführen. Ein objektiver Vermittler wie ein Mediator gibt dabei beiden Parteien die Möglichkeit, ihr Anliegen vorzutragen und gemeinsam eine Lösung zu finden. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich mindestens zwei von drei Streitfällen auf diese Weise gütlich und vor allem dauerhaft beilegen lassen“, fassen die Juristen die Erfahrungen mit ihrem Mediations-Angebot zusammen.

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