Oben
  • Drucken
  • schlecht ausreichend durchschnitt gut besonders gut
    Bewertungen
Rettungswagen

eCall: Neue Autos sollen Leben retten

30.01.2018

Rechtsfrage des Tages:

Lange wurde diskutiert, zum 31. März 2018 soll es nun losgehen. Autohersteller werden künftig verpflichtet sein, neue Fahrzeugmodelle mit einem eCall auszustatten. Was verbirgt sich dahinter?

Antwort:

eCall steht für "emergency call", also einen Notruf. Die neue Technik soll im Fall von Verkehrsunfällen Menschenleben retten und eine schnellere Erstversorgung ermöglichen. Der eCall wird nach einem Unfall automatisch oder manuell den europaweiten Notruf 112 anwählen und eine Verbindung zur nächstgelegenen Rettungsleitstelle herstellen. Über die Sprachverbindung kann dann direkt ein Notruf abgesetzt werden.

Zusätzlich hält eCall Daten zum Unfallort, zum Fahrzeug und der Art der Auslösung bereit und überträgt diese ebenfalls an die Rettungsleitstelle. Ab dem 31. März müssen Hersteller neue Fahrzeugmodelle mit diesem eCall serienmäßig ausstatten. Ältere Fahrzeuge brauchen nicht nachgerüstet zu werden.

Die gesetzlichen Vorschriften sehen dabei vor, dass das eCall-System sich über die SIM-Karte erst dann in das Mobilfunknetz einbucht, wenn ein Unfall geschehen ist. Die Sende- und Empfangseinheit des eCalls müssen fest mit dem Fahrzeug verbaut sein. Die Erstellung eines Bewegungsprofils soll daher bei rein gesetzeskonformen Geräten nicht zu befürchten stehen.

Stört Sie der eCall in einem neuen Fahrzeug, werden Sie sich dennoch damit abfinden müssen. Sofern es überhaupt möglich ist, diesen auszubauen, sollten Sie die Finger davonlassen. Der eCall wird Bestandteil der Typenzulassung sein. Entfernen Sie einen solchen Bestandteil, erlischt die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug.

Permalink

Tags: Unfall

Ähnliche Beiträge:

Erste Hilfe

Erste Hilfe: Was muss ich tun?

6.02.2018

Rechtsfrage des Tages

Wer Zeuge eines Unfalls wird, hat meist selbst zumindest einen ordentlichen Schreck. Dennoch ist Erste Hilfe außerordentlich wichtig und kann Leben retten. Was von Ihnen erwartet wird, erfahren Sie hier.

Autowaschanlage im Winter

Auf Eis ausgerutscht in der Autowaschbox: Wer haftet?

23.01.2018

Aktuelle Urteile

Auf einem Selbstbedienungs-Autowaschplatz müssen Kunden im Winter damit rechnen, dass sich durch das von ihnen selbst verursachte Spritzwasser Eis bildet. Sie können nicht erwarten, dass das Personal regelmäßig streut. Rutscht ein Kunde auf Eis aus, das sich durch das Waschen des eigenen Autos gebildet hat, haftet der Betreiber nicht. So entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) das Oberlandesgericht Hamm. OLG Hamm, Az. 9 U 171/14

Blendung durch Gegenverkehr

Unfall: Blendung durch anderes Auto ist keine Entschuldigung

5.12.2017

Aktuelle Urteile

Ist ein Autofahrer durch ein anderes Fahrzeug so geblendet, dass er nichts mehr sieht, muss er langsam fahren und notfalls anhalten. Fährt er jedoch mit unvermindertem Tempo weiter und verursacht einen Unfall, begeht er eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld rechnen. So entschied das Amtsgericht Dortmund.

D.A.S. Leistungsservice

D.A.S. Leistungsservice

Immer eine gute Idee, wenn Sie in Sachen Recht nicht weiterwissen: Rufen Sie an! Der D.A.S. Leistungsservice steht Ihnen als Rechtsschutz-Kunden gern unter der gebührenfreien Direktwahl 0800 3273271 zur Verfügung!

Kontakt

0800 3746-555
gebührenfrei