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Gerüstbau

Neuigkeiten für Bauherrn

17.01.2018

Rechtsfrage des Tages:

Wer ein Häusle baut, kann viel erleben. Seit Beginn des Jahres hat sich im Bauvertragsrecht zudem einiges getan. Was sollten Sie zum Thema Verbraucherbauverträge wissen?

Antwort:

Eine Gesetzesnovelle soll privaten Bauherrn mehr Schutz bieten. Zum 1. Januar 2018 ist das neue Bauvertragsrecht in Kraft getreten. Die Änderungen gelten für Verträge, die ab dem 1.1.2018 geschlossen werden. Ganz neu ist der Begriff "Verbrauchbauvertrag". Erstmals enthält das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) eine Definition hierzu.

Der Verbraucherbauvertrag umfasst nicht nur Neubauten. Die Regelungen sind auch auf erhebliche Umbauten anwendbar. Eine Baubeschreibung ist jetzt zwingender Bestandteil und muss vom Unternehmer an den Bauherrn in Textform übergeben werden. Für die Erstellung dieser Baubeschreibung kann das Bauunternehmen keine gesonderte Vergütung verlangen.

Inhalt der Baubeschreibung müssen unter anderem die wesentlichen Bestanteile des Bauwerks oder der Maßnahme sein. Außerdem muss der Unternehmer Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung machen. Kann der Bauunternehmer keinen genauen Zeitpunkt festlegen, muss er zumindest die geplante Dauer der Baumaßnahme anführen. Die Baubeschreibung muss er dem Verbraucher rechtzeitig vor Unterzeichnung des Bauvertrages vorgelegen.

Eine ganz wesentliche Neuerung betrifft das Widerrufsrecht. Nach neuem Recht können Verbraucher nämlich den Bauvertrag binnen einer Frist von 14 Tagen widerrufen. Sie sollen so vor vorschnellen Entscheidungen geschützt werden. Fehlt eine ordnungsgemäße Belehrung über dieses Recht, verlängert sich die Frist. Im Falle des Widerrufs muss der private Bauherr aber die Leistungen bezahlen, die der Unternehmer bereits ausgeführt hat.

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