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Radfahrerin

Radfahrer absteigen: Wirklich?

11.01.2019

Rechtsfrage des Tages:

Verengt oder versperrt eine Baustelle einen Radweg, finden Sie als Radler dort meist ein Zusatzschild. "Radfahrer absteigen" lautet der Hinweis. Aber müssen Sie wirklich absteigen und Ihr Fahrrad schieben?

Antwort:

Auch als Radfahrer müssen Sie eine Reihe spezieller Verkehrsschilder und Regeln kennen. Ist beispielsweise ein nutzungspflichtiger Radweg vorhanden, sind Sie verpflichtet, diesen zu benutzen. Was aber, wenn der Radweg durch eine Baustelle unterbrochen oder gesperrt ist? Das Zusatzzeichen "Radfahrer absteigen" zwingt Sie tatsächlich nicht dazu, den Baustellenbereich schiebend zu passieren.

Nach § 2 Absatz 1 Straßenverkehrsordnung (StVO) ist es Ihnen nämlich gestattet, auf die Fahrbahn auszuweichen. Dort sollen Sie natürlich nicht schieben, sondern am rechten Fahrbahnrand weiterfahren. Nur wenn Sie auf den Fußweg ausweichen, müssen Sie vom Sattel steigen. Dies gebietet aber ohnehin die StVO. Auf dem Fußweg dürfen Sie nämlich nur fahren, wenn Sie ein Kind auf dem Fahrrad begleiten. Oder der Fußweg durch Zusatzschild für Radfahrer freigegeben ist.

Übrigens ist das Zusatzschild "Radfahrer absteigen" ohne ein Vorschriftszeichen rechtswidrig. Aber Achtung! Rechtswidrig heißt nicht nichtig. Auch eine rechtswidrige Beschilderung müssen Sie befolgen. Sie können die Beseitigung aber im Rahmen einer Anfechtung verlangen.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz, falls es im privaten Bereich, also zum Beispiel auf Reisen, im Arbeitsleben oder beim Kauf vor Ort oder im Internet, zu Problemen kommt: D.A.S. Rechtsschutz für Familien, D.A.S. Rechtsschutz für Singles, D.A.S. Rechtsschutz für Senioren. Über diese Produkte sind Sie auch als Fahrgast, Radfahrer und Fußgänger für die Teilnahme am öffentlichen Verkehr abgesichert.

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Tags: Fahrrad

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