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Kind im Schnee

Wenn Angestellte im Schnee feststecken

14.01.2019

Rechtsfrage des Tages:

Viele Urlauber waren gezwungen, ihren Winterurlaub unfreiwillig zu verlängern. Durch das Schneechaos konnten viele nicht zur Arbeit kommen. Andere sind an ihrem Wohnort eingeschneit und konnten ebenfalls nicht ihren Dienst antreten. Welche Rechte haben Sie als Arbeitgeber?

Antwort:

In den letzten Tagen haben Schneemassen für Chaos im Süden gesorgt. Urlauber waren eingeschneit, ganze Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten. Und viele Arbeitgeber warteten vergeblich auf ihre Angestellten. Das Wichtigste zuerst: Sie haben Anspruch darauf, dass sich Ihr Arbeitnehmer umgehend bei Ihnen meldet und Sie über sein Fernbleiben informiert. Eine Abmahnung oder gar Kündigung können Sie aber wegen der Fehlzeit nicht aussprechen.

Zwar trägt Ihr Arbeitnehmer die Verantwortung dafür, rechtzeitig bei der Arbeit zu erscheinen. Trifft ihn aber kein Verschulden, können Sie ihn nicht arbeitsrechtlich sanktionieren. Allerdings hat Ihr Angestellter während seiner unplanmäßigen Abwesenheit keinen Anspruch auf Lohnzahlung. Sie sind also berechtigt, den Lohn um die Tage zu kürzen, die Ihr Mitarbeiter festsitzt.

Natürlich können Sie sich mit Ihrem Arbeitnehmer auch gütlich einigen. Dieser kann nämlich auch aus dem Urlaub heraus darum bitten, die Ausfallzeit als weitere Urlaubstage zu genehmigen. In diesem Fall verbraucht Ihr Angestellter zwar Urlaubstage, behält aber seinen Lohnanspruch. Etwas Anderes gilt übrigens, wenn aufgrund des Schnees beispielsweise die Produktion stillsteht. Dann liegt eine betriebliche Störung vor. Ihre Mitarbeiter dürften bei vollem Lohn zu Hause bleiben und müssten keine Urlaubstage anmelden.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz für Selbständige: D.A.S. Rechtsschutz für Selbständige und Unternehmer, D.A.S. Rechtsschutz für Heilberufe, D.A.S. Rechtsschutz für Landwirte

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