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Gefällte Bäume

Windbruch: Günstiges Brennholz für jeden?

26.01.2018

Rechtsfrage des Tages:

Auch mehrere Tage nach dem Sturm "Friederike" sind die Folgen noch gut sichtbar. Abgeknickte Bäume und Totholz liegen an Straßen, Waldrändern und Parkanlage. Dürfen Sie dieses Holz als kostenloses Brennholz mitnehmen?

Antwort:

Der letzte heftige Sturm hat wieder viele Bäume entwurzelt, abknicken lassen oder Äste abgerissen. Und nach wie vor liegt manchen Orts das Totholz und wartet auf den Abtransport. Für Kamin- und Ofenbesitzer mag dieses Holz als mehr erscheinen. Nämlich als kostenloser Brennstoff zum Beheizen der eigenen vier Wände.

Aber Achtung! Von einer Selbstbedienung ist dringend abzuraten. Das Holz gehört nämlich dem Grundstückseigentümer, auf dessen Grund der Baum gestanden hat. Private Grundstückseigentümer, die Kommune, Gemeinde, das Land oder der Bund verlieren nämlich nicht ihr Eigentum an dem Holz, nur weil der Baum umgefallen oder große Äste abgebrochen sind. Dabei kommt es auch nicht darauf an, wohin das Holz gefallen ist.

Zersägen Sie einen Baum oder zerkleinern einen großen Ast und laden das Holz in Ihr Auto, machen Sie sich tatsächlich wegen Diebstahls strafbar. Das gilt rechtlich sogar, wenn Sie nur einige kleinere Äste aufsammeln. Wobei Sie in der Praxis in diesem Fall wohl eher nicht mit einer Anzeige rechnen müssen.

In größerem Stil sollten Sie aber kein Holz abtransportieren. Dann müssen Sie mit einer Anzeige rechnen. Dennoch lohnt es sich, die Augen und Ohren offen zu halten. Manchmal geben einzelne Städte oder Gemeinden das Totholz zum Abtransport frei. Erlaubt ist dann aber meist auch nur so viel mitzunehmen, wie Sie für den normalen Hausgebrauch verwenden können. Und gehört der umgestürzte Baum Ihrem Nachbarn, können Sie ihn einfach fragen. Vielleicht ist er sogar froh, wenn Sie für ihn den Baum entfernen.

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