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Frau mit Schneeketten

Zu spät wegen Schneechaos

17.01.2019

Rechtsfrage des Tages:

Starker Schneefall, glatte Straßen und Zugausfälle können im Winter den Weg zur Arbeit deutlich erschweren. Immer wieder werden Menschen vom Wintereinbruch überrascht und kommen zu spät zur Arbeit. Mit welchen Konsequenzen müssen Sie rechnen?

Antwort:

Auch wenn sich das winterliche Chaos in manchen Landstrichen in Grenzen hält. Schnee und Eis sorgen regelmäßig für Staus und Probleme im öffentlichen Nahverkehr. Als Arbeitnehmer müssen Sie sich aber darauf einstellen. Sie tragen nämlich grundsätzlich das Wegerisiko. Kommen Sie zu spät zur Arbeit, kann Ihr Arbeitgeber Ihnen anteilig den Lohn kürzen. Etwas anderes gilt nur, wenn Sie beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall haben. Dann greift die Regelung des § 616 Absatz 1 Bürgerliches Gesetzbuch.

In der Praxis wird die Lohnkürzung selten vorkommen, zum Beispiel aufgrund flexibler Arbeitszeiten, betriebsinterner Regelungen oder einfach aus Freundlichkeit des Arbeitgebers. Kommen Sie zu spät zur Arbeit, droht Ihnen jedoch eine Abmahnung. Trifft Sie allerdings kein Verschulden, ist eine Abmahnung unzulässig. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Straßen plötzlich aufgrund von Blitzeis unbefahrbar sind.

Allerdings sollten Sie die winterlichen Verhältnisse nicht als willkommene Ausrede zum Ausschlafen nutzen. Kommen Sie mehrere Tage aufgrund des Wetters massiv zu spät, darf Ihr Chef doch eine Abmahnung aussprechen. Wurden Sie nämlich bereits einmal vom Winter überrascht, müssen Sie sich die nächsten Tage darauf einstellen. Ihr Vorgesetzter darf dann erwarten, dass Sie sich früher auf den Weg machen.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz, falls es im privaten Bereich, also zum Beispiel auf Reisen, im Arbeitsleben oder beim Kauf vor Ort oder im Internet, zu Problemen kommt: D.A.S. Rechtsschutz für Familien, D.A.S. Rechtsschutz für Singles, D.A.S. Rechtsschutz für Senioren.

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Tags: Arbeit Winter

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