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Justitia auf Schreibtisch

Rechtsstreit gewonnen! Und dann?

1.02.2019

Rechtsfrage des Tages:

Sie haben Ihre Ansprüche in einem gerichtlichen Verfahren geltend gemacht und gewonnen? Gratulation! Mit dem Urteil halten Sie ein wichtiges Dokument in Händen. Aber wie kommen Sie jetzt beispielsweise an Ihr Geld?

Antwort:

Wenn zwei sich streiten, landen sie nicht selten vor Gericht. Dieses entscheidet dann, wem beispielsweise ein Zahlungsanspruch zusteht. Haben Sie Ihren Rechtsstreit gewonnen und das Urteil ist rechtskräftig, haben Sie eine erste Hürde genommen. Ihr Geld haben Sie trotzdem nicht automatisch auf dem Konto. Mit etwas Glück akzeptiert Ihr Schuldner nun seine Zahlungspflicht und überweist Ihnen die Klageforderung anstandslos. Das klappt aber nicht immer. Dann brauchen Sie staatliche Hilfe.

Diese bekommen Sie vom Gerichtsvollzieher und dem Vollstreckungsgericht. Als Vollstreckungsorgane haben sie deutlich mehr Möglichkeiten, Ihnen Ihr Geld zu beschaffen. So kann der Gerichtsvollzieher Ihrem Anspruch durch eine Sachpfändung auf die Sprünge helfen. Dieser ist auch zuständig für die Einholung von Dritt- und Vermögensauskünften. Das Vollstreckungsgericht kann für Sie beispielsweise eine Lohnpfändung veranlassen. Dann muss der Arbeitgeber Ihres Schuldners Ihnen direkt einen Teil von dessen Lohn weiterleiten.

Die Kosten der Zwangsvollstreckung müssen Sie zunächst selbst tragen. Sie werden aber zusammen mit Ihrer Hauptforderung vom Vollstreckungsorgan mit beigetrieben. Ist Ihr Schuldner allerdings pleite und die Vollstreckung bleibt ohne Erfolg, bleiben Sie auf den Kosten sitzen. Ein Trost: Ein gerichtlicher Titel ist dreißig Jahre gültig. Kommt Ihr Schuldner wieder zu Geld, können Sie erneut die Zwangsvollstreckung einleiten.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz, falls es im privaten Bereich, also zum Beispiel auf Reisen, im Arbeitsleben oder beim Kauf vor Ort oder im Internet, zu Problemen kommt: D.A.S. Rechtsschutz für Familien, D.A.S. Rechtsschutz für Singles, D.A.S. Rechtsschutz für Senioren.

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