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Karfreitag: Bitte Ruhe!

28.03.2018

Rechtsfrage des Tages:

Mit großen Schritten nahen die stillen Ostertage. Auf bestimmte Vergnügungen müssen Sie an diesen Tagen verzichten, wobei die Bundesländer unterschiedlich damit umgehen. Welche Verboten gelten konkret?

Antwort:

Stille Feiertage sind religiöse Feiertage, an denen Sonderregeln gelten. Grundlage ist das jeweilige Feiertagsgesetz des Landes. Eigentlich gilt insbesondere am Karfreitag, teilweise aber auch bis zum Ostersonntag ein bundeweites Tanzverbot. Auch öffentliche Veranstaltungen wie Sportturniere sind teils per Gesetz verboten. Dennoch werden Sie in manchen Bundesländern auch am Wochenende das Tanzbein schwingen dürfen.

In Berlin gilt das Tanzverbot beispielsweise nur am Karfreitag zwischen 4 Uhr und 21 Uhr. Öffentliche Sportveranstaltungen müssen lediglich auf Unterhaltungsmusik oder ein Musikprogramm verzichten. Deutlich strengere Regeln gelten hingegen in Rheinland-Pfalz. Dort gilt das Tanzverbot von Gründonnerstag 4 Uhr bis Ostersonntag 16 Uhr. Sportliche Events werden Sie hier am Karfreitag und Ostersonntag vergeblich suchen.

Schauen Sie mal in das Feiertagsgesetz Ihres Bundeslandes. Und ist Ihnen nach einer ausgelassenen Feier an den Ostertagen, können Sie über einen Ausflug nach Berlin oder zum Beispiel auch Bremen nachdenken. Vom strikten Tanzverbot sind aber auch Ausnahmen möglich. Das Bundesverfassungsgericht hat mit einer Entscheidung aus dem Jahre 2016 die Möglichkeit eröffnet, eine Sondergenehmigung für eine Tanzveranstaltung einzuholen (BVerfG, Beschluss vom 27.10.2016, Aktenzeichen: 1 BvR 458/10).

 

 

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