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Mutter mit Kind

Kita-Streik: Was tun?

12.04.2018

Rechtsfrage des Tages:

Warnstreiks im öffentlichen Dienst erschweren derzeit das Alltagsleben. Und auch in vielen Kitas und Horten haben Erzieher und Erzieherinnen die Arbeit niedergelegt. Was können Sie als arbeitende Eltern tun, wenn Ihr Kind nicht untergebracht werden kann?

Antwort:

Hat die Kita geschlossen, müssen Sie Ihren Nachwuchs anderweitig unterbringen. Haben Sie Großeltern vor Ort oder können Sie auf ein gut organisiertes Elternnetzwerk zurückgreifen, dürften Sie auch beim Kita-Streik wenig Probleme haben. Fehlen diese Möglichkeiten, sollten Sie schnellst möglich Ihren Arbeitgeber informieren. Anspruch auf bezahlte oder unbezahlte Freistellung haben Sie zwar nicht. Bleiben Sie aber einfach unentschuldigt fern, droht Ihnen eine Abmahnung.

Haben Sie keine Möglichkeit gefunden, Ihr Kind gut unterzubringen, dürfen Sie aber zumindest ohne das Risiko einer Abmahnung der Arbeit fernbleiben. Vorausgesetzt, wenn Ihr Chef Bescheid weiß. Anspruch auf Ihre Vergütung haben Sie dabei nur, wenn der Streik sehr kurzfristig angekündigt wurde. Ein Warnstreik gilt dabei als unvorhergesehenes Ereignis, der Sie unverschuldet an der Erbringung Ihrer Arbeitsleistung hindern kann (§616 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)).

Natürlich können Sie mit Ihren Vorgesetzten auch besprechen, ob Sie Ihr Kind mit ins Büro nehmen dürfen. Oder Sie nehmen sich regulär Urlaub. Dauern die Streiks aber länger, möchten Sie sicherlich nicht viele kostbare Urlaubstage opfern. Letztlich sollten Sie sich auch immer erkundigen, ob Ihre Kita vielleicht eine Notbetreuung anbietet.

 

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Tags: Eltern Kinder

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