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Handwerker

Neue Meldepflicht im Handwerk

9.04.2018

Rechtsfrage des Tages:

Handwerker in zulassungspflichtigen Berufen gehören zum Kreis der Pflichtversicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung. Es gibt aber auch Konstellationen, bei denen die Versicherungspflicht eines selbständigen Handwerkers erst später eintritt. Welche neue Meldepflicht gibt es?

Antwort:

Sind Sie in der Handwerksrolle eingetragen und üben als Betriebsinhaber eine selbständige Tätigkeit aus, müssen Sie sich innerhalb von drei Monaten nach Beginn Ihrer Tätigkeit bei der gesetzlichen Rentenversicherung anmelden. Meist erfahren die Rentenversicherungsträger von der Tätigkeit aber ohnehin von den Kammern oder durch die Eintragung in der Handwerksrolle. Allerdings können Sie als Betriebsinhaber auch nicht versicherungspflichtig sein.

Haben Sie nämlich keinen Meistertitel und beschäftigen einen Betriebsleiter mit dem entsprechenden Befähigungsnachweis zum Führen eines Unternehmens, müssen Sie sich nicht pflichtversichern. Was aber, wenn Sie selbst später Ihren Meister machen und dann das Unternehmen führen? Das Problem liegt darin, dass später erlangte Meistertitel nicht in die Handwerksrolle eingetragen werden müssen. Die Rentenversicherung wird entsprechend nicht automatisch von der Betriebsänderung in Kenntnis gesetzt. Fiel die Pflicht zur Meldung bei der Rentenversicherung dann später auf, kam es nicht selten zu hohen Beitragsnachforderungen.

Ab dem 1. April hat sich daher die Rechtslage geändert. Ein Eintrag des nachträglichen Erwerbs des Meistertitels in die Handwerksrolle ist zwar nach wie vor nicht verpflichtend. Nunmehr müssen Sie als Betriebsinhaber eine solche Betriebsänderung selbständig bei der Rentenversicherung melden. Versäumen Sie die Anmeldung, droht ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro. Können Sie sich also stolz über einen neuen Meistertitel freuen, vergessen Sie nicht Ihre Meldepflicht.

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Tags: Gewerbe

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