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gebrochenes Cerankochfeld

Schadensersatz für Vermieter

18.04.2018

Rechtsfrage des Tages:

Nicht immer gehen Mieter sorgsam mit Ihrer Mietwohnung um. Ob durch Nachlässigkeit oder ein Missgeschick - kaputt gehen kann immer etwas. Wie gestaltet sich der Schadensersatzanspruch des Vermieters?

Antwort:

Hat ein Mieter einen Schaden an der Mietwohnung verursacht, haftet er gegenüber seinem Vermieter. Für ein gesprungenes Waschbecken, ein gesplittertes Türblatt oder Lackschäden am Heizkörper muss der Mieter aufkommen, wenn er diese Schäden zu vertreten hat. Dasselbe gilt auch für Schimmel, sofern dieser auf ein falsches Heiz- und Lüftverhalten des Mieters zurückzuführen ist.

Dem Vermieter steht es dabei frei, ob er vom Vermieter die Behebung des Schadens fordert oder Geldersatz verlangt. Anders als bei unterlassenen Schönheitsreparaturen handelt es sich nicht um die Nicht- oder Schlechterfüllung einer Leistungspflicht. Bei diesen Fällen müsste der Vermieter dem Mieter zunächst die Chance geben, seine Pflicht sorgfältig zu erfüllen. Dazu muss er ihm eine angemessene Frist setzen.

Für die Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs bedarf es dieser Frist nicht. Auch hat der Mieter keinen Anspruch darauf, den Schaden in Eigenregie zu beseitigen. Verletzt er seine Obhuts- und Sorgfaltspflicht, kann er direkt zur Kasse gebeten werden. Dies gilt auch nach Beendigung des Mietverhältnisses und Rückgabe der Wohnung. Bestätigt wurde dies durch ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH; Urteil vom 28.02.2018, Aktenzeichen VIII ZR 157/17). Übrigens: Ist die Wohnung aufgrund der Schadenbehebung eine Zeitlang unbewohnbar, kann der Vermieter als Schadensersatz auch den Mietausfall geltend machen.

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