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E-Roller

Straßenzulassung für E-Roller

10.04.2019

Rechtsfrage des Tages:

Früher waren Tretroller typische Kinderspielzeuge. Heute entdecken immer mehr Erwachsene moderne Roller und Scooter als sportliches Fortbewegungsmittel. Roller gibt es aber auch mit einem Elektromotor. Nun soll endlich die Straßenzulassung kommen. Was gilt es zu beachten?

Antwort:

Bisher durften Sie Roller mit Elektromotor nur auf einem Privatgelände nutzen. Lange wurde an einem Gesetzesentwurf für Elektrokleinstfahrzeuge gestrickt. Ende Mai sollen nun endlich die neuen Regelungen in Kraft treten. Dann dürfen Sie mit Ihrem E-Scooter zur Arbeit fahren oder Ihre Einkäufe erledigen. Allerdings müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen. So gehören zur Pflichtausstattung eine Lenk- oder Haltestange, Scheinwerfer, eine Schlussleuchte, Rückstrahler, Seitenreflektoren und zwei voneinander unabhängige Bremsen.

Die Vorschriften entsprechend denen für Fahrräder. Anders als bei Fahrrädern besteht aber eine Versicherungspflicht. Wie bei einem Mofa werden Sie sich um eine Versicherungsplakette kümmern müssen. Einen Führerschein brauchen Sie hingegen nicht, ebenso wenig einen Helm. E-Roller mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von weniger als 12 km/h dürfen bereits Jugendliche ab 12 Jahren fahren. Für schnellere E-Scooter muss der Fahrer das 14. Lebensjahr vollendet haben. Insgesamt darf Ihr Elektroroller aber nicht schneller als 20 km/h fahren können.

Mit dem neuen Gesetz erhalten E-Roller die Straßenzulassung. Fährt Ihr Elektroroller nur weniger als 12 km/h dürfen Sie den Gehweg, Fuß- und Radwege und sogar die Fußgängerzone nutzen. Fehlen diese Wege ist der Radweg die erste Wahl. Und ohne Radweg dürfen Sie innerorts auf die Straße ausweichen. Für schnellere Geräte sind die Gehwege tabu. Nutzen Sie stattdessen Radwege und Fahrradstreifen. Ohne diese Wege dürfen Sie auf der Straße fahren.

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