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Arbeitszeiterfassung

Arbeitszeiterfassung: Was wird sich ändern?

27.05.2019

Rechtsfrage des Tages:

Bisher sind Sie als Arbeitgeber nur verpflichtet, die Überstunden Ihrer Mitarbeiter genau zu erfassen. Eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs hat kürzlich für Wirbel gesorgt. Die Arbeitszeiterfassung kann sich künftig deutlich ändern. Worum geht es?

Antwort:

Nach deutschem Recht ist bisher eine Zeiterfassung der gesamten Arbeitszeit nur nach dem Mindestlohngesetz und dem Schwarzarbeitbekämpfungsgesetz vorgeschrieben. Darüber hinaus müssen Sie als Arbeitgeber nur die Zeit erfassen, die Ihre Mitarbeiter mehr als acht Stunden täglich arbeiten. Durch eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) können die Pflichten zur Zeiterfassung bald erheblich ausgeweitet werden.

Nach der aktuellen Entscheidung müssen die EU-Staaten dafür Sorge tragen, dass Arbeitgeber zur systematischen Erfassung der gesamten Arbeitszeit ihrer Angestellten verpflichtet werden (EuGH, Urteil vom 14.05.2019, Rechtssache C 55/18). Dabei sollen Arbeitnehmer auch Arbeitszeiten im Homeoffice oder im Außendienst beispielsweise per App oder am Computer registrieren.

Für viele Firmen bedeutet die Einrichtung weitreichender Systeme für die Arbeitszeiterfassung einen erheblichen Aufwand. Wann eine gesetzliche Neuregelung in Deutschland in Kraft treten wird, steht noch nicht fest. Der EuGH hat den EU-Staaten insofern auch keine Umsetzungsfrist aufgegeben. Zudem sollen die Gesetzgeber bei der Umsetzung auch Besonderheiten und die Größe von Unternehmern berücksichtigen dürfen.

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