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Visitenkarte und Laptop

DSGVO und Visitenkarten

28.05.2018

Rechtsfrage des Tages:

Seit wenigen Tagen ist die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) durchsetzbar. Eigentlich für den digitalen Bereich vorgesehen, zeigen sich bereits jetzt aufkommende Probleme auch in der analogen Welt. Was hat die DSGVO mit Visitenkarten zu tun?

Antwort:

Im Unternehmensalltag ist es eine übliche Geste: Die Übergabe einer Visitenkarte mit Namen, Telefonnummer und anderen Daten. Überreichen Sie eine Visitenkarte, möchten Sie in der Regel auch, dass Ihr Geschäftspartner diese zur Kontaktaufnahme verwendet. Daran ändert auch die DSGVO nichts. Doch kaum jemand pflegt seine Adresssammlung in einem Karteikästchen. Regelmäßig werden die Kontaktdaten in eine Adressdatei übernommen oder eingescannt und weiterverarbeitet. Und damit ist der Anwendungsbereich der DSGVO eröffnet.

Allein in der Übergabe des Kärtchens wird keine Einwilligung mit der digitalen Verarbeitung gesehen werden können. Zwar reicht eine mündliche Einwilligung aus, diese ist im Streitfall aber nur schwer zu beweisen. Ratsam kann es daher sein, vor der digitalen Verarbeitung der Visitenkarte eine Einwilligung einzuholen und über die Möglichkeit des Widerspruchs aufzuklären. Dies könnte beispielsweise per E-Mail erfolgen.

Wie brisant die rechtliche Situation tatsächlich sein wird, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen. Ob dann Visitenkarten vielleicht sogar ganz aus dem Geschäftsleben verschwinden, bleibt abzuwarten.

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Tags: DSGVO Gewerbe

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