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Scheidungstermin verpasst

Scheidungstermin: Wenn einer nicht kommt

18.05.2018

Rechtsfrage des Tages:

Nach einer Trennung ist es für die ehemaligen Partner nicht immer leicht, sich wieder gegenüber zu sitzen. Auch kann ein unwilliger Ehegatte versuchen, den Scheidungstermin durch sein Fernbleiben platzen zu lassen. Kann das Gericht die Scheidung auch dann erklären, wenn nicht beide Ehepartner anwesend sind?

Antwort:

Den Abschluss eines Scheidungsverfahrens bildet in der Regel der Termin zur mündlichen Verhandlung vor dem Familiengericht. Zu diesem Termin werden regelmäßig beide Ehegatten geladen und ihr persönliches Erscheinen wird angeordnet. Bleibt ein Partner unentschuldigt fern, kann er das Verfahren tatsächlich blockieren. In seiner Abwesenheit kann das Gericht nämlich nicht über den Scheidungsantrag gegen ihn entscheiden.

Bleibt ein Ehegatte fern, wird das Gericht ihm zunächst die durch sein Fernbleiben entstandenen Kosten auferlegen. Auch kann es ein Ordnungsgeld verhängen. Die Androhung einer Ordnungshaft ist in Familienverfahren hingegen nicht möglich. Schwänzt der Scheidungsgegner wiederholt den Gerichtstermin, kann das Gericht ihn auch vorführen lassen.

Rein nach Aktenlage darf das Gericht nicht entscheiden. Nur in wenigen Ausnahmen kann das Gericht auf das persönliche Erscheinen einer Partei verzichten. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der Antragsgegner mehrfach unentschuldigt gefehlt hat und dies als Bestätigung der Zerrüttung der Ehe gewertet werden kann.

 

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