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Familie auf Sofa

Sorgerechtsverfügung: Absicherung im Notfall

21.06.2018

Rechtsfrage des Tages:

Als verantwortungsvolle Eltern sollten Sie sich Gedanken für den Ernstfall machen. Eine Sorgerechtsverfügung kann die Zukunft Ihres Kindes absichern, sollte Ihnen etwas zustößt. Was müssen Sie bei einer solchen Verfügung beachten?

Antwort:

Eltern tragen eine große Verantwortung für ihren Nachwuchs. Sie sollten sich aber nicht nur mit der Wahl der richtigen Schule, der Ernährung und Bildung Ihres Kindes beschäftigen. Sollte Ihnen etwas geschehen, können Sie durch eine Sorgerechtsverfügung wichtige Weichen stellen. Verstirbt ein Elternteilt, geht bei gemeinsamen Sorgerecht dieses automatisch allein auf den anderen Partner über. Versterben aber beide Eltern oder erkranken schwer, geht das Sorgerecht nicht automatisch auf andere Angehörige über.

Mit einer Sorgerechtsverfügung können Sie ein oder zwei Menschen bestimmen, die im Falle Ihres Ablebens die Vormundschaft für Ihre Kinder übernehmen. Diese Personen sollten natürlich informiert werden und einverstanden sein. Wichtig ist, dass Sie die Verfügung richtig aufsetzen. Sie müssen nämlich die gleichen Formvorschriften wahren, wie bei einem handschriftlichen Testament. Kommt es zum Schlimmsten muss das Gericht Ihre Wünsche in der Verfügung beachten. Es darf nur aus Gründen des Kindeswohls von Ihren Bestimmungen abweichen.

Sinnvoll ist neben der Errichtung einer Sorgerechtsverfügung, eine Sorgerechtsvollmacht auszustellen. Diese ist für den Fall vorgesehen, dass beide Elternteile beispielsweise aus Krankheitsgründen die Versorgung des Kindes nicht sicherstellen können. Die Vollmacht muss aber widerruflich sein, da sie ansonsten nichtig wäre. Der Einfachheit halber können Sie die Sorgerechtsverfügung und die Vollmacht auch in einem Dokument zusammenfassen.

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