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Wechselgeld

Zuviel Wechselgeld kassiert?

20.06.2019

Rechtsfrage des Tages:

Sicherlich haben Sie auch schon mal mehr Wechselgeld herausbekommen als Ihnen eigentlich zusteht. Machen Sie sich strafbar, wenn Sie das Geld einstecken?

Antwort:

Im Stress und Einkaufstrubel kann es schnell passieren, dass sich die Kassiererin beim Wechselgeld verzählt. Bekommen Sie zu wenig, werden Sie das bestimmt umgehend monieren. Zumindest aus moralischen Gründen, sollten Sie aber auch auf zuviel gezahltes Wechselgeld hinweisen. Wer ehrlich ist, denkt aber wenigstens darüber nach, sich über den unverhofften Geldsegen stillschweigend zu freuen.

Haben Sie den Fehler nicht bemerkt, machen Sie sich nicht strafbar. Eine Strafbarkeit scheidet aber selbst dann aus, wenn Sie das Geld bewusst einstecken. Ein Diebstahl scheitert nämlich am Bruch fremden Gewahrsams. Schließlich gibt die Kassiererin das Geld freiwillig heraus. In Betracht käme ein Betrug. Dieser ist auch durch stillschweigende Annahme, also ein Unterlassen möglich.

Betrug durch Unterlassen ist aber nur dann strafbar, wenn Sie eine Aufklärungspflicht trifft. Selbst als langjähriger Kunde haben Sie in aller Regel nicht das hierfür notwendige besondere Nähe- oder Vertrauensverhältnis. Sie müssen daher nicht auf den Fehlbetrag hinweisen. Woran Sie aber denken sollten: Nicht selten müssen Mitarbeiter im Einzelhandel Fehlbeträge in der Kasse aus eigenen Mitteln ersetzen. Im Ernstfall ist sogar deren Job bedroht. Daher seien Sie fair und geben das überzählige Geld zurück.

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