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Freibad

Hausverbot im Freibad

24.07.2019

Rechtsfrage des Tages:

Besuchen Sie ein Freibad, müssen Sie sich an die Regeln des Betreibers halten. Tun Sie dies nicht, können Sie mit einem Hausverbot belegt werden. Können Sie dagegen vorgehen, wenn Sie sich ungerecht behandelt fühlen?

Antwort:

Ein Besuch im Freibad verspricht ungezwungenen Spaß und gute Laune. Damit aber trotzdem alles in geregelten Bahnen läuft, stellen die Betreiber Verhaltensregeln auf. Missachten Sie die Anweisungen des Personals oder stören immer wieder andere Badegäste, kann Ihnen durchaus ein Hausverbot drohen.

Handelt es sich um ein privates Freibad, steht dem Betreiber das Hausrecht zu. Sieht er den Badebetrieb oder sogar die Sicherheit anderer Gäste gefährdet, kann er Störer tatsächlich vom Badespaß ausschließen. Allerdings braucht er dafür einen sachlichen Grund. Ohne diesen, können Sie sich gegen das Hausverbot wenden. Ein Beispiel wäre, wenn Sie sich durch das Hausverbot diskriminiert fühlen.

Auch in öffentlich betriebenen Freibädern ist die Erteilung eines Hausverbots möglich. Hier steht den Betroffenen der Weg zu den Verwaltungsgerichten offen. Diese überprüfen, ob das Hausverbot aus sachlichem Grund erfolgte und verhältnismäßig ist. Manchmal ist nämlich vorher eine Abmahnung des störenden Badegastes notwendig. Der Nachteil: Bis zur Entscheidung des Gerichts kann die Freibadsaison schon wieder vorbei sein. Und ob sich ein Antrag auf Entscheidung im Eilverfahren lohnt, kommt auf den Einzelfall an.

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