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Arbeitnehmer

Kleinbetrieb: Droht Kündigungsschutzklage?

23.07.2018

Rechtsfrage des Tages:

Kündigen Sie einem Arbeitnehmer, kann dieser sich unter Umständen mit einer Kündigungsschutzklage wehren. Doch was gilt bei Kleinbetrieben? Müssen Sie auch mit dieser Klage rechnen, wenn Sie einem von drei Mitarbeitern kündigen?

Antwort:

Nach dem Kündigungsschutzgesetz können Arbeitnehmer ihre Kündigung vom Arbeitsgericht auf ihre Rechtmäßigkeit hin überprüfen lassen. Voraussetzung ist dabei allerdings unter anderem, dass im Betrieb regelmäßig mehr als zehn Arbeitnehmer beschäftigt sind. Auch Teilzeitbeschäftigte zählen zu einem bestimmten Anteil dazu. Aber auch, wenn Sie weniger Angestellte beschäftigen - überlegen Sie sorgfältig. Zunächst müssen Sie bei der Beurteilung an sogenannte Alt-Arbeitnehmer denken. Wurden diese vor dem 01.01.2004 eingestellt, reichen mindestens fünf Angestellte für die Eröffnung der Kündigungsschutzklage aus.

Haben Sie aber weniger Beschäftigte, steht einem gekündigten Arbeitnehmer nicht der Weg zur Kündigungsschutzklage offen. Trotzdem können Sie sich plötzlich vor dem Arbeitsgericht wiederfinden. Denn auch bei Kleinbetrieben dürfen Sie nicht willkürlich kündigen. Es greift dann nämlich die Generalklausel des Zivilrechts. Eine sitten- oder treuewidrige Kündigung wäre unwirksam. So dürfen keine sachfremden Gründe zur Kündigung führen und ein gewisses Maß an Sozialauswahl muss gewahrt worden sein.

Allerdings ist es für den Arbeitnehmer eines Kleinbetriebs deutlich schwieriger, eine Kündigung als willkürlich und rücksichtslos unter Beweis zu stellen. Trotzdem sollen Sie auch als Chef eines Kleinbetriebs eine Kündigung sorgfältig abwägen und plausible Gründe dafür vorweisen können.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz für Selbständige: D.A.S. Rechtsschutz für Selbständige und Unternehmer;D.A.S. Rechtsschutz für Heilberufe, D.A.S. Rechtsschutz für Landwirte .

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Tags: Gewerbe

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