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Rollstuhlfahrer im Urlaub

Mehr Urlaub für Schwerbehinderte

12.08.2019

Rechtsfrage des Tages:

Beschäftigen Sie in Ihrem Betrieb Menschen mit einer Schwerbehinderung, stehen diesen zusätzliche Urlaubstage zu. Wer hat diesen Anspruch und wie berechnet sich der Zusatzurlaub?

Antwort:

Für schwerbehinderte Arbeitnehmer gelten zunächst die gleichen Urlaubsregelungen wie für andere Angestellte auch. Ab einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 kommt aber ein Anspruch auf einen Zusatzurlaub hinzu. Bei einem geringeren GdB greifen diese besonderen Regelungen selbst dann nicht, wenn der Arbeitnehmer gleichgestellt ist.

Nach § 125 Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) steht schwerbehinderten Arbeitnehmern ein Zusatzurlaub von fünf Tagen bei einer 5-Tage-Woche zu. Bei vier Arbeitstagen wären es vier zusätzliche Urlaubstage. Der Anspruch besteht ab der Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft durch das Versorgungsamt rückwirkend auf den Zeitpunkt der Antragstellung. Wird die Schwerbehinderteneigenschaft erst im Laufe des Kalenderjahres festgestellt und beantragt, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf ein Zwölftel des Zusatzurlaubs pro vollem Monat der Feststellung.

Rückwirkend für das vorangegangene Urlaubsjahr kann der Arbeitnehmer nur dann den Zusatzurlaub beanspruchen, wenn er diesen bereits während des Feststellungsverfahrens beim Arbeitgeber geltend gemacht hat. Der Zusatzurlaub muss innerhalb des Kalenderjahres genommen werden beziehungsweise spätestens bis zum Ablauf des Übertragungszeitraums.

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