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Unfall mit Wohnmobil

Nutzungsausfall fürs Wohnmobil

30.08.2019

Rechtsfrage des Tages:

Nach einem unverschuldeten Unfall haben Sie als Geschädigter Anspruch auf einen Leihwagen oder eine Nutzungsausfallentschädigung. Wie sieht es bei Wohnmobilen aus?

Antwort:

Hat ein anderer Ihnen die Vorfahrt genommen oder ist auf Ihr Auto aufgefahren, können Sie Schadensersatzansprüche geltend machen. Neben den Reparaturkosten können Sie für die Reparaturdauer einen Leihwagen nehmen. Verzichten Sie darauf, steht Ihnen eine Nutzungsausfallentschädigung zu. Diese wird pro Tag berechnet und richtet sich nach Alter, Marke und Typ Ihres Fahrzeugs. Auch bei Unfällen mit Ihrem Wohnmobil können Sie sich an die Versicherung des Schädigers wenden. Diese muss die Reparaturkosten zahlen.

Eine Nutzungsausfallentschädigung steht Ihnen bei einem Wohnmobil aber in der Regel nicht zu. Das gilt zumindest dann, wenn Sie das Gefährt nur für Ihre Freizeit nutzen und für den Alltag ein Auto haben. Dies hat der Bundesgerichtshof bereits im Jahre 2008 entschieden (Urteil vom 10.06.2008, Aktenzeichen VI ZR 248/07). Fahren Sie hingegen ausschließlich mit Ihrem Wohnmobil und nutzen dieses wie ein "normales" Auto, kommt eine Entschädigung in Betracht.

Was aber, wenn durch den Unfall der fest geplante Urlaub ins Wasser fällt? Können Sie einen Schaden konkret beziffern, können Sie diesen ersetzt verlangen. Hierzu zählen beispielsweise Stornokosten für den Campingplatz oder das Geld für die nicht in Anspruch genommene Fähre.

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