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Messebesuch

Widerrufsrecht beim Messekauf?

27.08.2018

Rechtsfrage des Tages:

Für viele Händler können Messen ein lukratives Geschäft bedeuten. Gerade bei Verbrauchermessen sitzt den Besuchern das Geld meist etwas lockerer. Aber müssen Sie damit rechnen, dass ein Kunde später den Vertrag widerruft?

Antwort:

Das Widerrufsrecht kennen Sie sicherlich vor allem aus dem Online-Geschäft. Wer über das Internet Ware anbietet, muss Verbrauchern bis auf wenige Ausnahmen den Widerruf des Vertrages ermöglichen. Dieses Widerrufsrecht nach dem Fernabsatzrecht steht Ihren Kunden bei einem Messeeinkauf nicht zu. Aber Achtung! Unter Umständen kann es sich um einen außerhalb Ihrer Geschäftsräume geschlossenen Vertrag handeln. Und bei diesen Verträgen können Verbraucher ein Widerrufsrecht nutzen (§ 312g Absatz 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)).

Ob Sie Ihren Kunden ein Widerrufsrecht einräumen und entsprechend darüber belehren müssen, hängt von der Art Ihres Messstandes ab. Unterhalten Sie regelmäßig einen Messestand, wird dieser als beweglicher Gewerberaum angesehen. Sie schließen dann zwar einen Vertrag außerhalb Ihres eigentlichen Ladengeschäfts ab, aber dennoch innerhalb Ihres Geschäftsraumes. Damit steht Ihren Kunden kein Widerrufsrecht zu.

Hinzu kommt, dass es hier dann an einer Überrumpelung des Kunden fehlt. Wer eine Verkaufsmesse für Freizeit und Outdoor besucht, dürfte von den angebotenen Campingstühlen und Zelten nicht überrascht sein. Zudem besuchen viele Gäste solche Messen gerade, weil sie auf günstige Schnäppchen und neuste Artikel hoffen. Verkaufen Sie hingegen messefremde Artikel beispielsweise als fliegender Händler, kann das Widerrufsrecht hingegen greifen. Beispielsweise müssen Messegäste nicht damit rechnen von einer Haustiermesse mit der Bestellung eines Geschirrspülers nach Hause zu gehen.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz für Selbständige: D.A.S. Rechtsschutz für Selbständige und Unternehmer;D.A.S. Rechtsschutz für Heilberufe, D.A.S. Rechtsschutz für Landwirte .

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Tags: Gewerbe

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