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Frau mit Mahnung

Wie viel darf die Mahnung kosten?

6.08.2018

Rechtsfrage des Tages:

Vergessen oder verweigern Ihre Kunden die Zahlung Ihrer Rechnung, müssen Sie aktiv werden. Mit einer Mahnung können Sie versuchen, dem Schuldner Beine zu machen. Wie hoch dürfen dann die Mahngebühren sein?

Antwort:

Um überhaupt Mahngebühren verlangen zu können, muss Ihr Kunde sich zunächst erst in Verzug befinden. Dies können Sie durch ein festes Zahlungsziel und bei Verbrauchern einem entsprechenden Hinweis erreichen. Oder Sie setzen mit einer ersten Mahnung den Schuldner mit einer konkreten Frist in Verzug. Dieses Schreiben darf dann allerdings noch nichts kosten.

Zahlt Ihr Kunde auch auf Ihr Erinnerungsschreiben hin nicht, dürfen Sie in der nächsten Mahnung Gebühren verlangen. Diese sind gesetzlich zwar nicht genau festgelegt, die Rechtsprechung setzt übertriebenen Forderungen allerdings klare Grenzen. So dürfen Sie keine Gebühren verlangen, die über Ihren tatsächlichen Kosten liegen. Die Kosten für Porto, Papier und den Ausdruck können Sie umlegen, nicht hingegen Personal- und Verwaltungskosten. Je nach Gericht werden Mahngebühren zwischen zwei und drei Euro, teilweise aber auch fünf Euro pro Mahnung als angemessen angesehen.

Nach Verzugseintritt können Sie aber auch Zinsen verlangen. Der Verzugszins ist im Gesetz geregelt und beträgt gegenüber Verbrauchern 5 Prozentpunkte über dem jeweiligen Basiszinssatz. Wie hoch dieser gerade ist, können Sie auf der Internetseite der Bundesbank nachlesen. Ob sich die konkrete Berechnung von Zinsen lohnt, hängt von der Höhe der Forderung ab.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz für Selbständige: D.A.S. Rechtsschutz für Selbständige und Unternehmer, D.A.S. Rechtsschutz für Heilberufe, D.A.S. Rechtsschutz für Landwirte, Existenz-Rechtsschutz .

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Tags: Gewerbe

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