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Geschäftsleute nach Vertragsunterzeichnung

Arbeitsvertrag: Gehalt brutto oder netto?

3.09.2018

Rechtsfrage des Tages:

Der Unterschied zwischen dem Brutto- und dem Nettogehalt kann ganz erheblich sein. Welcher Betrag steht üblicherweise im Arbeitsvertrag und was gilt, wenn eine genaue Bezeichnung fehlt?

Antwort:

Insbesondere für Arbeitgeber spielt es eine große Rolle, ob mit einem Mitarbeiter ein Brutto- oder Nettolohn vereinbart wurde. Bezieht sich die Angabe des Gehalts auf einen Bruttolohn, werden von diesem Betrag vor der Auszahlung die Arbeitnehmeranteile an der Einkommensteuer und den Sozialversicherungsabgaben abgezogen. Der Arbeitnehmer bekommt den sich dann ergebenden Nettolohn. Wurde hingegen ein Nettolohn vereinbart, erhält der Arbeitnehmer diesen Betrag vollständig auf sein Konto. Der Arbeitgeber muss zusätzlich den sich auf diesen Betrag errechneten Arbeitnehmeranteil an Steuern und Abgaben bezahlen.

Nach einschlägigen Gerichtsurteilen hat der Arbeitgeber bei einer Nettolohn-Vereinbarung auch keine Handhabe, wenn sich bei seinem Angestellten die Lohnsteuerklasse ändert. Das vereinbarte Nettogehalt muss ausgezahlt werden, zusätzliche zur gegebenenfalls höheren Einkommenssteuer.

Üblicherweise wird das Gehalt  in einem Arbeitsvertrag als Bruttolohn angegeben. Liegen keine besonderen Umstände vor, wird auch ein Gehalt ohne weitere Bezeichnung als ein solches gewertet. Denn ein Nettogehalt muss immer gesondert vereinbart werden. Hierfür trägt der Arbeitnehmer die Beweislast. Haben Sie im Arbeitsvertrag ein Gehalt ohne den Zusatz brutto oder netto aufgenommen, reicht dies für die Annahme einer Nettolohnvereinbarung nicht aus.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz für Selbständige: D.A.S. Rechtsschutz für Selbständige und Unternehmer;D.A.S. Rechtsschutz für Heilberufe, D.A.S. Rechtsschutz für Landwirte .

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Tags: Gewerbe

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