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Studenten beim Lernen

Studienkosten: Steuerlich absetzbar?

21.09.2018

Rechtsfrage des Tages:

Ein Studium kann ordentlich ins Geld gehen. Umgekehrt haben Studenten meist kein oder nur ein geringes Einkommen. Können Sie Studienkosten steuerlich geltend machen?

Antwort:

Als Student haben Sie die Möglichkeit, Studienkosten als Werbungskosten bis zu einem Betrag von 6.000 Euro steuerlich abzusetzen. Voraussetzung ist dabei allerdings, dass Sie auch ein entsprechendes Einkommen zu versteuern haben. Daneben kennt das Steuerrecht eine andere, charmante Möglichkeit: den Verlustvortrag.

Sie können auch ohne ein Einkommen Ihre Studienkosten in einer Steuererklärung gegenüber dem Finanzamt geltend machen. Die Ausgaben werden als Verlustvortrag vorgemerkt. Stehen Sie dann später in Lohn und Brot, wird dieser vorgetragene Verlust bei der Berechnung Ihrer Einkommenssteuer berücksichtigt. Leider gibt es einen Haken. Derzeit ist der Verlustvortrag nur bei einem Zweitstudium oder einer Zweitausbildung möglich.

Sind Sie in Ihrem ersten Studium, besteht die Möglichkeit des Verlustvortrages nicht. Dennoch sollten Sie sich die Mühe machen und eine entsprechende Steuererklärung abgegeben. Es wird nämlich gespannt auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) über den Verlustvortrag für Erststudierende gewartet. Schon 2015 hat der Bundesfinanzhof erkannt, dass eine Ungleichbehandlung zwischen Erst- und Zweitausbildung verfassungswidrig ist. Entscheidet das BVerfG nun im gleichen Sinne, können die ablehnenden vorläufigen Steuerbescheide für Leute in der ersten Ausbildung geändert werden.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz, falls es im privaten Bereich, also zum Beispiel mit dem Finanzamt, im Arbeitsleben oder beim Kauf vor Ort oder im Internet, zu Problemen kommt: D.A.S. Rechtsschutz für Familien, D.A.S. Rechtsschutz für Singles.

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Tags: Steuer

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