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Skiurlaub

Sportunterricht auf der Piste

20.01.2017

Rechtsfrage des Tages:

Meine Tochter hat als Sportkurs Skifahren gewählt. Jetzt soll es mit dem Kurs eine Woche in den Schnee gehen. Welche Versicherung tritt ein, wenn sie auf der Piste einen Unfall haben sollte?

Antwort:

Sport ist bei vielen Kindern und Jugendlichen ein beliebtes Unterrichtsfach. Besonders begehrt sind meist die Plätze im Skikurs. Vorher verbringen die Schüler ihre Unterrichtsstunden mit Skigymnastik und Trockenübungen. Der krönende Abschluss im Winter ist dann die Skifreizeit. Leider ist aber der Skisport nicht ganz ungefährlich. Daher kann natürlich auch beim schulischen Skifahren ein Unfall passieren.

Im Falle eines Falles kommt neben Ihren privaten Versicherungen auch die gesetzliche Unfallversicherung hinsichtlich der Eintrittspflicht in Betracht. Der Versicherungsschutz besteht aber nur, wenn es sich um eine schulische Veranstaltung handelt. Dies ist gegeben, wenn eine Klasse oder ein Kurs als geschlossene Gruppe mit ihrem Lehrer auf die Pisten geht. Die Lehrkraft muss nicht unbedingt auch als Skilehrer fungieren. Die Schule kann auch einen anderen Skilehrer stellen. Steht hingegen jedem die Teilnahme an dem Skivergnügen frei, handelt es sich nicht um eine schulische Veranstaltung. Die gesetzliche Unfallversicherung wäre nicht zuständig.

Im Rahmen eines schulischen Skikurses kommt der Versicherungsschutz aber in Betracht. Zumindest während der beaufsichtigten und gemeinsamen Aktivitäten. Etwas anders gilt während der Freizeit, beispielsweise an einem freien Nachmittag. Wedelt ein Schüler dann allein die Piste hinab und stürzt, ist die gesetzliche Unfallversicherung nicht zuständig. Oder wenn die Schüler ohne Aufsicht nach Feierabend allein zum Aprés-Ski "auf die Piste" gehen. Für Verletzungen aufgrund eines Sturzes mit den Skistiefeln tritt die Versicherung dann nicht ein.

Bevor es in den Schnee geht, sollten Sie auf jeden Fall noch den Auslandskrankenschutz Ihres Kindes prüfen. Krankenkassen übernehmen im Europäischen Ausland nämlich regelmäßig nur die Kosten, die ein inländischer Patient mit seiner Krankenkasse abrechnen könnte. Die Europäische Krankenversicherungskarte finden Sie gegebenenfalls auf der Rückseite Ihrer elektronischen Gesundheitskarte. Oder Sie können sie bei Ihrer Krankenkasse anfordern. Vielleicht sollten Sie über eine zusätzliche private Auslandskrankenversicherung nachdenken. Ist Ihre Tochter privat krankenversichert, sollten Sie sich auch über den Leistungsumfang im Krankheits- oder Verletzungsfall informieren.

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