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Laubbläser

Des einen Freud, des andren Leid: Laubbläser

18.10.2017

Rechtsfrage des Tages:

Der Herbst kann laut werden. Und das liegt nicht nur an Sturm, Gewitter und prasselndem Regen. Fallen die Blätter von den Bäumen, röhren wieder die nicht überall beliebten Laubbläser durch die Straßen. Wann und wo dürfen Sie diese technischen Hilfsmittel einsetzen?

Antwort:

Zugegeben: Mit Rechen und Besen dem Herbstlaub zu Leibe zu rücken, kann durchaus anstrengend werden. Da ist es verständlich, dass so mancher gerade bei großen Flächen oder langen Straßen zu einem Laubbläser greift. Allerdings stellen die Geräte nicht nur für Insekten und Kleintiere eine tödliche Gefahr dar. Sie sind zudem derart laut, dass viele Anwohner sich gestört fühlen.

Beim Einsatz von motorbetriebenen Geräten und Maschinen müssen Sie die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) beachten. An Sonn- und Feiertagen sowie zwischen 20:00 Uhr und 07:00 Uhr morgens, dürfen Sie in reinen Wohngebieten keine lärmenden Maschinen benutzen. Unter anderem für die extralauten Laubbläser gelten noch strengere Zeiten. Diese dürfen werktags nur zwischen 09:00 Uhr und 13:00 Uhr und von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr betrieben werden. Eine Ausnahme für die strengeren Zeiten gilt, wenn die Geräte über ein EU-Umweltzeichen verfügen.

Diese Zeiten sollten Sie unbedingt beachten. Erkundigen Sie sich außerdem bei Ihrer Gemeinde, ob in Ihrem Ort zusätzliche Ruhezeiten gelten. Machen Sie mit Ihrem Laubbläser Krach zur falschen Zeit, kann das richtig teuer werden. Als Ordnungswidrigkeit kann Ihnen das ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro bescheren.

In Misch-, Gewerbe- oder Dorfgebieten gilt die Lärmschutzverordnung übrigens nicht. Hier greift aber je nach Gebiet gegebenenfalls das Landesimmissionsschutzgesetz und das Sonn- und Feiertagsgesetz. Letztlich ist es auch eine Frage der gegenseitigen Rücksichtnahme, den Laubbläser nicht gerade in den Mittagsstunden in Betrieb zu nehmen.

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Tags: Herbst

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