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Geschenkgutschein

Gutschein: So gestalten Sie ihn richtig!

15.10.2018

Rechtsfrage des Tages:

Gutscheine sind nach wie vor äußerst beliebte Geschenke. Für Unternehmen bieten sie zudem die Möglichkeit, Kunden zu binden oder Neukunden zu akquirieren. Wie gestalten Sie einen Gutschein, damit dieser nicht unendlich gültig ist?

Antwort:

Sie müssen zwischen zwei Arten von Gutscheinen unterscheiden. Zum einen können Sie Ihren Kunden Gutscheine anbieten, die diese käuflich erwerben und dann beispielsweise verschenken. Oder Sie verschenken Ihrerseits Gutschein oder bieten günstige Angebote mittels Gutschein im Internet auf einer Gutscheinplattform an.

Der klassische Geschenkgutschein ist in der Regel drei Jahre gültig. Es gilt die allgemeine Verjährungsfrist, die mit dem Schluss des Jahres beginnt, in dem der Gutschein gekauft wurde. Wichtig ist also, dass Sie ein Kaufdatum auf dem Gutschein vermerken. Ob Sie die Einlösung eines Gutscheins wirksam innerhalb einer kürzere Frist vorschreiben können, kommt auf Art und Weise der Leistung an. Bei Geldgutscheinen dürfte dies nicht möglich sein. Bieten Sie aber beispielsweise Stadtrundfahrten oder andere Events an, kann eine Verkürzung hingegen zulässig sein. Die Gerichte sehen aber eine Gültigkeit von in der Regel mindestens einem Jahr vor.

Anders sieht es bei Gutscheinen aus, für die der Kunde keine Gegenleistung erbracht hat. Verschenken Sie beispielsweise Einkaufsgutscheine zu einem Jubiläum, können Sie diese frei gestalten. So können Sie die Einlösung zum Beispiel vom Erreichen einer Mindesteinkaufssumme abhängig machen. Und auch eine kurze Frist für die Gültigkeit ist zulässig. Ob Sie Gutscheine auf einer Gutscheinplattform zeitlich begrenzen dürfen, ist gerichtlich bisher nicht abschließend geklärt. Die Tendenz geht derzeit wohl davon aus, dass Kunden auf solchen Plattformen die teilweise kurze Gültigkeitsdauer kennen würden und daher nicht benachteiligt würden.

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Tags: Shopping

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