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Handy

Handy am Steuer: Jetzt wird es deutlich teurer

24.10.2017

Rechtsfrage des Tages:

60 Euro und ein Punkt in Flensburg. So lautete bisher die Bilanz, wenn Sie mit dem Handy in der Hand hinterm Steuer erwischt wurden. Durch eine Änderung des Bußgeldkataloges wird es jetzt für Verkehrssünder deutlich teurer. Was hat sich im Hinblick auf das Telefonieren im Auto noch geändert?

Antwort:

Die Formulierung des § 23 Straßenverkehrsordnung (StVO) ließ bislang einigen Spielraum für Ausreden. Die Vorschrift hatte ausdrücklich nur die Nutzung von Mobiltelefonen und Autotelefonen umfasst. Seit dem 19.10.2017 gilt ein neuer Bußgeldkatalog. Zudem wurde die Vorschrift des § 23 StVO modernisiert.

Nach der neuen Regelung ist nicht nur die Nutzung des Handys oder Smartphones während der Fahrt verboten. Auch Tablets und E-Book-Reader dürfen Sie nun nicht mehr ungestraft beim Autofahren bedienen. Außerdem begehen Sie ohne Diskussion künftig eine Ordnungswidrigkeit, wenn Sie während der Fahrt im Netz surfen oder elektronische Nachrichten tippen.

Insgesamt wurde die neue Vorschrift technikkonform formuliert und soll damit offen für künftige technische Entwicklungen sein. Wenn also der Technikmarkt demnächst mit neuen elektronischen Überraschungen aufwartet, werden Sie diese voraussichtlich auch nicht im Auto nutzen dürfen. Die Sprachsteuerung, Vorlesefunktion und das Head-Up-Display dürfen Sie hingegen weiter gebrauchen. Diese Techniken sind vom Verbot ausdrücklich ausgenommen.

Bei einem Verstoß werden Sie nun mit 100 Euro zur Kasse gebeten und bekommen einen Punkt im Fahreignungsregister vermerkt. Gefährden Sie durch die Handynutzung andere, erhöht sich das Bußgeld auf 150 Euro. Neben zwei Punkten in Flensburg müssen Sie sich dann auch mit einem Monat Fahrverbot arrangieren. Kommt es zum Unfall zahlen Sie 200 Euro und bekommen ebenfalls zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot aufgebrummt.

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Tags: Smartphone

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