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Drachen steigen

Im Herbst ist Drachenzeit

17.10.2017

Rechtsfrage des Tages:

Der Herbst wartet derzeit mit schönem Wetter und spätsommerlichen Temperaturen auf. Und viele große und kleine Herbstfreunde lassen wieder Drachen steigen. Was müssen Sie beachten, dass aus dem Spaß kein bitterer Ernst wird?

Antwort:

Geht ein guter Wind, macht es nicht nur Kindern Spaß, bunte Drachen in den Himmel steigen zu lassen. Wichtigste Grundregel ist es, dass Sie Ihre Drachen nicht in der Nähe von Hochspannungsleitungen und elektrifizierten Bahnstrecken in die Luft steigen lassen. Kommt der Drache mit der Leitung in Kontakt, kann das für den Drachenlenker extrem gefährlich werden. Außerdem drohen Ihnen unter Umständen Schadensersatzansprüche. Ein aufmerksamer Bahnmitarbeiter könnte nämlich aus Vorsicht über die Notfallleitstelle den Strom abschalten lassen.

Auch dürfen Sie nicht jede Wiese oder beliebiges Feld für Ihre Aktion betreten. Regelungen finden Sie in den Naturschutzgesetzen der Länder und im Bundesnaturschutzgesetz. Möchten Sie auf einem benachbarten Acker Ihrem Spaß nachgehen, müssen Sie auch immer die Rechte des Eigentümers beachten. Frisch bestellte Felder sollten Sie meiden. Aber auch bei einem abgeernteten Stoppelfeld kann sich eine höfliche Nachfrage beim Bauern lohnen.

Naturschutzgebiete, eingezäunte Flächen oder Wiesen in der Nähe von Flughäfen und Segelflugplätzen sind für das Drachensteigenlassen tabu. Insbesondere zu Flughäfen müssen Sie mindestens 1,5 Kilometer Abstand halten. Und zu dicht an Autobahnen oder Schnellstraßen sollten Sie sich auch nicht aufstellen. Ein abstürzender Drache stellt eine erhebliche Unfallgefahr dar.

Zu hoch dürfen Sie Ihren Drachen nicht in die Lüfte schicken. Die Schnur Ihres Drachen darf maximal 100 Meter lang sein. Soll Ihr Drachen höher fliegen, brauchen Sie eine Sondergenehmigung. Erkundigen Sie sich doch mal nach Drachflugtagen. Dort können Sie mit Gleichgesinnten bedenkenlos Ihrem Vergnügen nachgehen.

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Tags: Herbst Hobby

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