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Frau mit Smartphone

Kostenfalle Ping-Anrufe

13.10.2017

Rechtsfrage des Tages:

Sicherlich finden Sie auf Ihrem Handy auch regelmäßig entgangene Anrufe. Ist Ihnen die Rufnummer bekannt oder hat der Anrufer eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen, ist dies eine praktische Funktion zum Zurückrufen. Leider nutzen Betrüger diesen Komfort, um Ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wie funktioniert die Kostenfalle?

Antwort:

Rufen Sie jeden Anrufer zurück, der vergeblich versucht hat, Sie zu erreichen? Bei Ihnen unbekannten Nummern sollten Sie vorsichtig sein. Vielleicht handelt es sich um einen sogenannten Ping-Anruf. Und der kann richtig teuer werden.

Das Szenario ist denkbar einfach: Ihr Handy klingelt kurz. Auf dem Display entdecken Sie eine unbekannte, aber "normal" aussehende Telefonnummer. Da der Anruf wichtig sein könnte, rufen Sie zurück. Sicherlich werden Sie verwundert sein, wenn Sie statt eines freundlichen Gesprächspartners eine Bandansage hören. Diese schickt Sie mit höflichen Worten in eine Warteschleife.

Wissen Sie bis dahin immer noch nicht, wer Sie eigentlich kontaktiert hatte? Dann sollten Sie besser schnell auflegen. Denn vermutlich gehen Sie gerade einem Betrüger auf den Leim, der minütlich für ihre Wartezeit in der Leitung abrechnen wird. Lassen Sie sich nicht täuschen. Häufig kommen die Anrufe aus dem Ausland. Die Landesvorwahl können Sie leicht mit einer bei uns üblichen Ortsvorwahl verwechseln.

Sind Sie Opfer eines solchen Ping-Anrufs geworden oder haben Sie einen entsprechenden Verdacht, sollten Sie unbedingt die Bundesnetzagentur informieren. Diese kann für bestimmte Rufnummern Verbote für die Rechnungslegung und das Inkasso aussprechen. Auf ihrer Webseite hält die Bundesnetzagentur nicht nur ein Formular zur Meldung solcher Anrufe bereit. Sie finden dort auch eine Liste mit Rufnummern, für die die Bundesnetzagentur bereits ein entsprechendes Verbot erteilt hat. 

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Tags: Smartphone

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