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Kindergeld

Kindergeld: Alles rund um die Steuer-Identifikationsnummer

17.11.2015

Rechtsfrage des Tages:

Ich habe gehört, dass das Kindergeld künftig nur noch nach Angabe einer bestimmten Steuernummer ausgezahlt wird. Was muss ich bei der Kindergeldstelle angeben? Was kann ich tun, wenn ich diese Steuernummer meiner Kinder nicht wiederfinde?

Antwort:

Eltern können in Deutschland für ihre Kinder Kindergeld beantragen. Da dieses aber nur einmal pro Kind gezahlt wird und Doppelzahlungen vermieden werden sollen, hat der Gesetzgeber sich etwas ausgedacht. Ab dem 1. Januar 2016 muss für den Bezug von Kindergeld die Steuer-Identifikationsnummer des Kindes sowie des Elternteils angegeben werden, der den Antrag stellt. Dies gilt zum einen für Neuanträge. Aber auch für Familien, die bereits seit längerer Zeit Kindergeld beziehen, wirkt sich diese Änderung aus. Auf das Geburtsjahr des Kindes kommt es nicht an.

Die Steuer-Identifikationsnummer wurde im Jahre 2008 für jeden Bürger unseres Landes vergeben, unabhängig vom Geburtsjahr. Sie gilt ein Leben lang. Haben Sie den Benachrichtigungszettel beispielsweise für Ihr Kind verlegt, müssen Sie sich aber auch keine Sorgen machen. Beim Bundeszentralamt für Steuern können Sie darum bitte, dass Ihnen die Nummer erneut mitgeteilt wird. Dafür können Sie beispielsweise das Eingabeformular in dessen Internetportal nutzen.

Der zuständigen Kindergeldstelle müssen Sie die Steuer-Identifikationsnummer des Kindes melden, für das Kindergeld bezogen wird. Ebenfalls müssen Sie die Nummer des Elternteils angeben, das Kindergeld beantragt beziehungsweise bereits bezieht. Aber keine Panik. Auch wenn Sie diese Meldung nicht bis zum 1. Januar 2016 vorgenommen haben, wird das Kindergeld weiter gezahlt. Die spätere Meldung im Laufe des kommenden Jahres reicht aus. Nur wenn Sie auch im Laufe des Jahres 2016 die Steuer-Identifikationsnummern nicht mitteilen, droht eine Einstellung des Kindergeldes. Dann muss die Kindergeldstelle das Kindergeld sogar rückwirkend ab Januar 2016 zurück fordern.

Sie brauchen aber nicht zu befürchten, dass einfach so kein Geld mehr kommt. Vorher werden Sie um die Abgabe der Steuer-Identifikationsnummern gebeten. Zudem haben die zuständigen Stellen mitgeteilt, dass durch einen Datenabgleich ein Großteil der Nummer bereits bei den Familienkassen vorliegt. Fehlt die Nummer noch, wird Ihre Familienkasse Sie kontaktieren. Die Nummern können Sie nur schriftlich mitteilen. Eine mündliche Übermittlung reicht nicht aus.

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