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Auto im Regen

Schadensersatz bei unfreiwilliger Dusche

3.11.2017

Rechtsfrage des Tages:

Kennen Sie das auch? Der Himmel öffnet seine Schleusen und Sie sind froh über Ihren Regenschirm. Doch plötzlich kommt die Dusche von der Seite, weil ein Autofahrer mit Tempo durch eine Pfütze fährt. Haben Sie Anspruch auf Ersatz der Reinigungskosten?

Antwort:

Bei starkem Regen sammeln sich an vielen Stellen der Straße große Wasserpfützen. Fährt ein Auto hindurch, kann es zu richtigen Fontänen kommen. Schlecht für den Fußgänger, der sich neben dieser Pfütze aufhält. Der ist im Zweifel von Kopf bis Fuß mit schmutzigem Straßenwasser bespritzt.

Trotzdem hat ein derart unfreiwillig geduschter Fußgänger nicht immer einen Anspruch auf Schadensersatz. Nach einem Urteil des Amtsgerichts Itzehoe kann von Autofahrern nämlich nicht erwartet werden, Pfützen nur mit Schritttempo zu durchfahren. Außerdem müssten Fußgänger bei starkem Regen auch mit Spritzwasser rechnen und durch entsprechende Kleindung vorsorgen.

Etwas anderes gilt natürlich, wenn der Autofahrer Sie absichtlich nassspritzt. Das werden Sie ihm aber nur schwerlich nachweisen können. Und erkennt ein motorisierter Verkehrsteilnehmer schon von weitem, dass Passanten direkt neben einer tiefen Pfütze stehen, muss er die Pfütze umfahren oder zumindest abbremsen. Ansonsten kann ihn zumindest eine Teilschuld an den verunreinigten Anziehsachen treffen.

Als Autofahrer sollten Sie aber auch aus einem anderen Grund große Pfützen meiden. Ab einer gewissen Tiefe droht nämlich Ihrem Auto ein kapitaler Schaden. Kommt es zum Wasserschlag ist der Motor kaputt. Dazu kann es kommen, wenn das Wasser über die Unterkante der Stoßstange reicht. Und schlussendlich gilt auch hier wie immer im Straßenverkehr das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme. 

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Tags: Herbst

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