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Haustiere Hund klein

Tiere in der Scheidung

17.11.2017

Rechtsfrage des Tages:

Trennt sich ein Paar, bedeutet das neben Herzschmerz und Kummer auch immer viel Organisation. Wer bekommt die Wohnung, wer die Kaffeemaschine, wer den Wäschetrockner? Und schon so mancher Streit ist entbrannt um die Frage, bei wem das geliebte Haustier künftig leben soll. Wer entscheidet, wenn sich die ehemaligen Partner nicht einig werden?

Antwort:

Tiere sind zwar auch nach dem Gesetz ausdrücklich keine Sachen, werden aber über § 90a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) rechtlich wie Sachen behandelt. Vor allem, wenn es um Eigentums- und Besitzrechte geht. Im Rahmen einer Scheidung zählen Tiere daher tatsächlich zum Hausrat.

Eigentlich ist es allein Sache der Eheleute, sich bei einer Scheidung über die Aufteilung des Hausrats zu einigen. Das Familiengericht greift nicht von Amts wegen in die Auseinandersetzung ein. Können sich die Parteien aber nicht einigen, muss auf Antrag das Gericht entscheiden. Dies kann neben Waschmaschine, Auto und Co. eben auch Haustiere betreffen.

Zunächst versucht das Gericht zu klären, ob das Tier im Alleineigentum eines Ehegatten steht. Hat die Frau den Hund mit in die Ehe gebracht, darf Sie sich als Alleineigentümerin auch künftig um den Vierbeiner kümmern. Haben beide in besseren Tagen das Tier gemeinsam angeschafft, gehört es auch beiden. Die Aufteilung ist dann entsprechend schwieriger.

Neben den Grundsätzen der Hausratsverordnung muss das Gericht insbesondere die Umstände des Einzelfalls beachten und eine Interessenabwägung vornehmen. Eine Rolle kann spielen, wer das Tier bezahlt hat, wer es in der Regel gefüttert und zum Tierarzt gebracht hat oder wer am meisten mit ihm spazieren war. Letztlich entscheidend ist aber das Tierwohl, wenn keinem der Ehegatten das Alleineigentum zusteht.

Das Gericht wird nämlich sehr wohl prüfen, wer sich am besten um das Haustier wird kümmern können. Dabei sind Zeit, Platz in der Wohnung oder die Gewöhnung des Tiers an einen Menschen besonders wichtig. Auch die Bindung zu anderen Haustieren kann von Bedeutung sein. Dies bedeutet, dass bei zwei Hunden nicht automatisch jeder Ehegatte einen Hund zugesprochen bekommt. So würde es die Hausratsverordnung vorsehen. Das Gericht kann im Sinne des Tierwohls durchaus entscheiden, dass beide Hunde in einem "Rudel" bleiben sollen.

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Tags: Tiere

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