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Hund mit Kindern

Tierischer Besuch

16.11.2018

Rechtsfrage des Tages:

Die Tierhaltung in Mietwohnungen ist ein viel diskutiertes Thema. Wie sieht es aber aus, wenn Ihre Freunde bei Besuchen regelmäßig ihr Haustier mitbringen? Kann der Vermieter das verbieten?

Antwort:

Rund um Hund, Katze oder andere Haustiere ranken sich viele mietvertragliche Urteile. Dabei hat sich im Laufe der Zeit herauskristallisiert, dass ein pauschales Verbot der Tierhaltung im Mietvertrag nicht wirksam ist. Nur wenn Sie mit dem Vermieter diese Klausel individuell ausgehandelt haben, kann er Ihnen die Haltung eines Tieres verbieten. Oder wenn ein wichtiger Grund für ein Verbot vorliegt. Hinsichtlich der Tierart oder Anzahl der gehaltenen Tiere kommt es meist auf eine Interessenabwägung an.

Ist die Tierhaltung wirksam im Mietvertrag untersagt, schließt diese Klausel aber nicht gleich gelegentlichen Besuch von Haustieren aus. Grundsätzlich gehört das Empfangen von Besuchern zum Gebrauch Ihrer Mietwohnung. Und solange der Hund oder ein anderes Tier Ihres Gastes nicht unangenehm auffällt, dürfte sich niemand daran stören. Auch bei vierbeinigen Besuchern muss eine Interessenabwägung erfolgen. Uriniert ihr tierischer Gast regelmäßig ins Treppenhaus, kann der Vermieter den Besuch auch untersagen.

Betreuen Sie beispielsweise einen Hund regelmäßig mehrere Tage, können die Grenzen zu einem Besuch auch überschritten sein. Dann kommt es wiederum darauf an, ob die Tierhaltung wirksam untersagt wurde oder ein sonstiger wichtiger Grund gegen die Betreuung des Tieres spricht. Um den Hausfrieden zu wahren, sollten Sie mit Ihren Nachbarn und Ihrem Vermieter sprechen.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz, falls es rund um die Immobilie, also zum Beispiel bei Ärger am Gartenzaun, Mängeln an der Mietwohnung oder bei einer Kündigung des Mietverhältnisses, zu Problemen kommt: D.A.S. Rechtsschutz für Mieter, Vermieter oder Eigentümer.

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Tags: Tiere Wohnung

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