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Frau verliert Börse

Wenn die Bankkarte weg ist

7.11.2018

Rechtsfrage des Tages:

Ist die Bankkarte plötzlich weg, kann einem das schon den Schweiß auf die Stirn treiben. Jetzt heißt es, die Karte schnellst möglich sperren zu lassen. Was aber, wenn Betrüger sich zwischenzeitlich an Ihrem Konto bedient haben?

Antwort:

In nahezu jedem Portemonnaie werden Sie eine Bankkarte finden. Und die meisten Leute nutzen sie zum Bezahlen und zum Geldabheben am Automaten. Leider ist auch immer die Missbrauchsgefahr präsent. Verlieren Sie Ihre Karte oder Ihre Geldbörse wird gestohlen, sind Betrügern Tür und Tor geöffnet. Und so manches Konto wurde schon bis zum Entdecken des Verlustes um mehrere hundert Euro erleichtert.

Die gute Nachricht: Seit 2018 müssen Sie den finanziellen Schaden nur noch mit 50 Euro selbst tragen. Vorher lag die Grenze des Eigenanteils bei 150 Euro. Den Restbetrag muss Ihnen Ihre Bank erstatten. Dies gilt aber nur, wenn Ihnen nicht grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann.

Haben Sie die PIN gemeinsam mit Ihrer Karte aufbewahrt oder vielleicht sogar auf die Karte geschrieben, müssen Sie Ihren Schaden selbst tragen. Gleiches gilt, wenn Sie Ihre Bankkarte unbeobachtet in Ihrer Handtasche an die Garderobe hängen oder Ihr Portemonnaie im Auto liegen lassen. Bankkunden wurde früher schnell unterstellt, dass Sie nicht sorgfältig umgegangen seien. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes kann aber eine unerlaubte Abbuchung vom Konto nicht als Anscheinsbeweis zu Lasten des Kunden gehen. Vielmehr müssen die Banken nachweisen, dass Iihr System technisch nicht überlistet werden kann (BGH, Urteil vom 26.01.2016, Aktenzeichen XI ZR 91/14).

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Tags: Bank

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