Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie hier weitersurfen, erklären Sie sich damit einverstanden. > mehr erfahren
Oben
  • Drucken
  • schlecht ausreichend durchschnitt gut besonders gut
    Bewertungen
Überlassung Firmenwagen

Fahrtenbuchauflage für alle!

4.12.2017

Rechtsfrage des Tages:

In vielen Branchen ist es üblich und auch notwendig, seinen Angestellten Firmenwagen zur Verfügung zu stellen. Und natürlich kann der eine oder andere auch mal bei einer Verkehrssünde erwischt werden. In bestimmten Fällen droht Ihnen für den Firmenwagen eine Fahrtenbuchauflage. Kann diese auch für die ganze Flotte einer Firma angeordnet werden?

Antwort:

Ist ein Fahrzeug auf Ihre Firma zugelassen, erfahren Sie immer als Erster von der Verkehrssünde Ihres Mitarbeiters. Als Halter wird der Betrieb beziehungsweise die Geschäftsleitung mit einem Zeugenfragebogen angeschrieben. In diesem werden Sie um Auskunft gebeten, wer das Auto zum Tatzeitpunkt gefahren hat oder wem es überlassen war.

Natürlich kann es reizvoll sein, das Schreiben einfach zu ignorieren. Ihrem Mitarbeiter können Sie damit vermutlich ein Bußgeld und vielleicht sogar ein Fahrverbot ersparen. Und gerade letztes kann auch für Sie als Arbeitgeber Folgen haben, ist Ihr Mitarbeiter doch für eine gewisse Zeit in seiner Mobilität eingeschränkt.

Wirken Sie allerdings nicht ausreichend an der Ermittlung des Fahrers mit, droht eine Fahrtenbuchauflage für das betroffene Fahrzeug. Dies gilt zumindest, wenn es sich um einen erheblichen Verkehrsverstoß wie beispielsweise eine massive Geschwindigkeitsüberschreitung handelt.

Von einem Unternehmen mit Firmenfahrzeugen wird zudem erwartet, dass es dokumentiert, wer mit welchem Auto unterwegs ist. Schützen Sie Unwissenheit hinsichtlich des Fahrers vor, kann Ihnen genau dies zum Verhängnis werden. Unter Umständen kann die Behörde nämlich eine Fahrtenbuchauflage für die gesamte Fahrzeugflotte verhängen.

Dabei muss die Verhältnismäßigkeit gewahrt werden. Dies ist nach der Rechtsprechung aber der Fall, wenn in der Vergangenheit schon mehrfach Fahrzeugführer in Ihrer Firma nicht ermittelt werden konnten. Die Behörde kann dann nämlich zum Beispiel davon ausgehen, dass Ihr Fuhrparkmanagement nicht ordentlich und zuverlässig organisiert ist. Eine umfassende Fahrtenbuchauflage soll Sie anhalten, das Management Ihres Fuhrparks zu reorganisieren.

Permalink

Ähnliche Beiträge:

Geoblocking

Geoblocking: Achtung Online-Händler!

7.01.2019

Rechtsfrage des Tages

Mit dem Geoblocking können Unternehmer ihren Kundenkreis einschränken und beispielsweise nur an Kunden aus dem Land des eigenen Unternehmenssitzes liefern. Seit Anfang Dezember ist dies aufgrund einer EU-Verordnung weitestgehend unzulässig. Hier erfahren Sie mehr.

Müll nach Silvester

Silvestermüll: Wer kehrt vorm Laden?

31.12.2018

Rechtsfrage des Tages

Nach einer rauschenden Silvesternacht gleichen Straßen und Gehwege meist einem Schlachtfeld. Wer ist zuständig, Flaschen, Raketen und Böllerreste vor einem Ladengeschäft zu entsorgen? Hier erfahren Sie mehr.

Mädchen mit Weihnachtsgeschenk

Wenn das Geschenk nicht gefällt

24.12.2018

Rechtsfrage des Tages

Als Verkäufer haben Sie das Weihnachtsgeschäft bald überstanden. Allerdings rollt schon bald die große Umtauschwelle auf Sie zu. Ob Sie als Verkäufer alles umtauschen müssen, was nicht gefällt, erfahren Sie hier.

D.A.S. Leistungsservice

D.A.S. Leistungsservice

Immer eine gute Idee, wenn Sie in Sachen Recht nicht weiterwissen: Rufen Sie an! Der D.A.S. Leistungsservice steht Ihnen als Rechtsschutz-Kunden gern unter der gebührenfreien Direktwahl 0800 3273271 zur Verfügung!

Kontakt

0800 3746-555
gebührenfrei