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Weihnachtsmarkt

Sicher auf dem Weihnachtsmarkt

1.12.2017

Rechtsfrage des Tages

Am Wochenende starten in vielen Städten die Weihnachtsmärkte. Und das Thema Sicherheit ist in diesem Jahr wichtiger denn je. Aber auch schon kleine Missgeschicke können weitreichende Folgen haben wie ein Sturz über ein Kabel. Haben Sie im Falle einer Verletzung Schadensersatzansprüche? 

Antwort:

Die Stände auf den Weihnachtsmärkten werden meist in wenigen Stunden aufgestellt. Und so entsteht fast über Nacht ein vorweihnachtlicher Marktzauber. Da die Stände Strom für Beleuchtung, Fritteusen und Zuckerwattemaschinen und häufig auch Wasser brauchen, verlaufen kreuz und quer über die Wege Kabel, Schläuche und Leitungen.

Natürlich kann es daher schnell passieren, dass Sie über einen Schlauch stolpern oder auf einer Kabelbrücke ausrutschen. Ob Sie Schadensersatzansprüche gegen den Betreiber des Stands oder des Weihnachtsmarktes haben, kommt drauf an. Viele Gerichte mussten schon in solchen Fällen zu Rate gezogen werden.

Bei der Beurteilung einer Haftung prüfen die Gerichte meist die Licht- und Bodenverhältnisse sowie die Art der Stolperfalle. Auch kommt es darauf an, ob Weihnachtsmarktbesucher mit derartigen Hindernissen rechnen müssen. Eine Frau war über eine Kabelbrücke gestürzt. Da diese nach Ansicht der Richter durch Farbe und Struktur deutlich erkennbar war, ging sie leer aus. Ähnliches musste ein Besucher erfahren, der über eine Filzmatte gestolpert war.

Umgekehrt sprach das OLG Hamm einer Besucherin Schmerzensgeld zu. Diese war über eine Stufe gefallen, mit der sie nach Ansicht des Gerichts nicht hätte rechnen müssen. Insgesamt kommt es also auf die jeweilige Situation an.

Bleiben Sie an einem ungesicherten Kabel hängen, könnten Sie mit Ihren Ansprüchen durchaus durchdringen. Vertreten Sie sich auf einer genoppten, farblich markierten Kabelbrücke sehen Ihre Chancen deutlich schlechter aus. Trotz Bratwurst, Glühwein und Schmalzgebäck sollten Sie ohnehin immer gut auf Ihre Schritte achten.

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