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Selfie auf Weihnachtsmarkt

Stolperfallen auf dem Weihnachtmarkt

17.12.2018

Rechtsfrage des Tages:

Betreiben Sie auch einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt? Dann hatten Sie im Vorfeld viel zu organisieren. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Verkehrssicherungspflicht. Haften Sie als Standbetreiber, wenn sich ein Kunde an Ihrem Stand verletzt?

Antwort:

Weihnachtsmärkte locken mit bunten Lichtern, köstlichen Speisen und weihnachtlichem Sortiment. Die Buden stehen dabei auf Plätzen, in Höfen oder in der Fußgängerzone. Und auch diese Stände müssen mit Strom versorgt werden. Daher müssen Besucher sich auf die eine oder andere Versorgungsleitung einstellen. Auch ein vergossener Glühwein kann zur gefährlichen Rutschbahn werden. Ist dann der Standbetreiber für die Verletzungsfolgen verantwortlich?

Wer eine potentielle Gefahrenquelle schafft, muss seine Verkehrssicherungspflicht erfüllen. Dies bedeutet, dass vorhersehbare Gefahrenquellen abgesichert werden müssen. Verstoßen Sie gegen diese Pflicht, haften Sie gegenüber verletzten Standbesuchern. Haben Sie beispielsweise das Vordach Ihrer Bude nicht ausreichend gesichert und klappt dieses unvermittelt zu, müssen Sie für die Schäden der eingeklemmten Besucher geradestehen. Oder fällt ein Kind aus dem Karussell, weil kein Mitarbeiter den Sicherheitsbügel vor der Abfahrt kontrolliert hat, kommt eine Haftung in Betracht.

Umgekehrt können Sie auch nicht für jedes Missgeschick belangt werden. Auch die Besucher tragen eine Verantwortung für zu erwartende Unfallgefahren. Stürzt beispielsweise jemand über eine Wasserleitung, die ausreichend durch eine farblich auffallende Abdeckung abgesichert war, kann der Standbetreiber nicht auf Schmerzensgeld und Schadensersatz in Anspruch genommen werden.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz für Selbständige: D.A.S. Rechtsschutz für Selbständige und Unternehmer, D.A.S. Rechtsschutz für Heilberufe, D.A.S. Rechtsschutz für Landwirte

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Tags: Gewerbe

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