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Mädchen mit Weihnachtsgeschenk

Wenn das Geschenk nicht gefällt

24.12.2018

Rechtsfrage des Tages:

Wie in jedem Jahr werden auch heute Abend nicht alle glücklich über ihre Weihnachtsgeschenke sein. Der Pullover ist zu groß, die Jacke zu klein und das Kaffee-Geschirr gefällt einfach nicht. Sind Sie als Verkäufer verpflichtet, vor Weihnachten gekaufte Ware umzutauschen?

Antwort:

Noch steht der besinnlichste Abend des Jahres bevor. Doch schon am Donnerstag wird wieder die wilde Schlacht in den Einkaufsstraßen toben. Gutscheine wollen eingelöst und Geschenke umgetauscht werden. Ob Sie aber jedem Wunsch nach einem Umtausch nachkommen müssen, kommt auf Ihre Verkaufsbedingungen an. Haben Sie Ihren Kunden ein volles Umtauschrecht eingeräumt, müssen Sie die Ware zurücknehmen. Je nach Vereinbarung kann dies von einem Tausch gegen andere Artikel, über die Ausgabe eines Einkaufsgutscheins bis hin zur Erstattung des Kaufpreises gehen.

Haben Sie Ihren Kunden keinerlei Umtauschrecht eingeräumt, hängt es von Ihrer Kulanz ab. Natürlich sind Sie auch nicht gehindert, im Einzelfall einen Artikel gegen einen anderen zu tauschen. Verpflichtet sind Sie mangels Vereinbarung aber nicht. Aber Achtung! Etwas anderes gilt bei Reklamationen. Die üblichen Gewährleistungsrechte stehen Ihren Kunden unabhängig von einem Umtauschrecht zu.

Zieht der Wollpulli also Fäden oder das ferngesteuerte Auto will partout nicht fahren, müssen Sie Ihren Kunden Nacherfüllung gewähren. Dies bedeutet, dass Sie den defekten Artikel entweder reparieren lassen oder gegen einen neuen, mangelfreien austauschen. Ist eine Nacherfüllung unmöglich, müssen Sie dem Kunden gegen Rückgabe der mangelhaften Ware den Kaufpreis erstatten.

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Tags: Gewerbe

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