Oben
  • Drucken
  • schlecht ausreichend durchschnitt gut besonders gut
    Bewertungen
Fasching

Verkleidet am Steuer

24.02.2017

Rechtsfrage des Tages:

Am Wochenende wollen wir auf eine Fastnachtsparty. Ich habe mir ein tolles Kostüm ausgedacht. Leider werde ich fahren müssen. Darf ich mit einer Maske eigentlich Auto fahren?

Antwort:

Überall wo Fasching, Karneval oder Fastnet gefeiert wird, können Sie derzeit unterwegs die phantasievollsten Kostüme sehen. In der fünften Jahreszeit ist dem närrischen Treiben fast keine Grenze gesetzt. Das gilt auch für den Straßenverkehr. Denn grundsätzlich verbietet Ihnen niemand, kostümiert Auto zu fahren. Allerdings sollten Sie es mit der Verwandlung nicht übertreiben. Eine Kostümierung darf Sie nämlich weder in Ihrer Bewegungsfreiheit einschränken, noch Ihre Sicht oder Ihr Gehör behindern.

Schminken Sie sich beispielsweise als Tiger, wird das kein Problem sein. Dies wird auf die Gesichter der Polizei bei einer Verkehrskontrolle eher ein Lächeln zaubern. Bedeckt eine Maske hingegen vollständig Ihr Gesicht, ist es aber Schluss mit lustig. Auch wenn eine wilde Perücke Ihr halbes Gesichtsfeld verdeckt, müssen Sie mit einem Bußgeld von zehn Euro rechnen. Und denken Sie dran. Im Falle eines Unfalls sind die Folgen deutlich gravierender als das recht milde Bußgeld. Konnten Sie aufgrund Ihres Kostüms den Verkehr nicht richtig überblicken, droht zumindest eine Mitschuld. Außerdem gefährden Sie Ihren Vollkasko-Schutz.

Ist die närrische Zeit vorbei, kann eine Maskierung im Auto auch noch andere Folgen haben. Werden Sie mit einer übergestreiften Sturmhaube bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung geblitzt, droht eine Fahrtenbuchauflage. Zumindest, wenn die Behörde den Fahrer nicht ermitteln kann und die Übertretung erheblich ist. Können Sie als Fahrer trotzdem ausgemacht werden, droht Ihnen ein Bußgeld wegen eines vorsätzlichen Verkehrsverstoßes. Ihnen kann nämlich unter Umständen unterstellt werden, Sie wären absichtlich zu schnell gefahren und wollten sich durch die Maske einer Verfolgung entziehen.

Während der tollen Tage wird aber meist ein Auge zugedrückt. Da die Verkleidung zum Brauchtum gehört, wird Ihnen in der Regel kein Vorsatz unterstellt. Dennoch sollten Sie eine voluminöse Perücke oder eine große Maske zum Autofahren besser ablegen. Eine Pappnase oder lustiger Kopfschmuck dürfte Sie hingegen nicht behindern.

Permalink

Ähnliche Beiträge:

Clowns

Tanz der Marktfrauen: Wer haftet bei Sturz?

28.02.2017

Rechtsfrage des Tages

Stürzen Sie sich heute auch wieder ins närrische Getümmel? Dann passen Sie gut auch sich auf. Hier erfahren Sie, ob der Veranstalter eines Umzugs oder einer großen Feier für Verletzungen von Zuschauern haften muss.

Tigerkostüm

Kostümzwang am Arbeitsplatz

27.02.2017

Rechtsfrage des Tages

Am Rosenmontag sollten eigentlich alle Ihre Angestellten im lustigen Kostüm zur Arbeit erscheinen. Weigert sich ein Mitarbeiter, verstößt er eventuell gegen Ihr Direktionsrecht. Hier erfahren Sie, ob Sie eine Abmahnung aussprechen können.

Weiberfastnacht

Wenn Männer den Frauen den Schlips kürzen

23.02.2017

Rechtsfrage des Tages

Weiberfastnacht: Heute müssen sich vielerorts Herren mit Schlips in Acht nehmen. Was passiert aber, wenn eine Frau mit Krawatte zur Arbeit geht? Hat sie Anspruch auf Schadensersatz, wenn ihr jemand mit der Schere zu Leibe rückt.

D.A.S. Leistungsservice

D.A.S. Leistungsservice

Immer eine gute Idee, wenn Sie in Sachen Recht nicht weiterwissen: Rufen Sie an! Der D.A.S. Leistungsservice steht Ihnen als Rechtsschutz-Kunden gern unter der gebührenfreien Direktwahl 0800 3273271 zur Verfügung!

Kontakt

0800 3746-555
gebührenfrei