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Ostern

Arbeiten an Ostern: Euros statt Eier

13.04.2017

Rechtsfrage des Tages:

Meine Freundin ist Krankenschwester und muss an den Ostertagen arbeiten. Bekommt Sie wenigstens mehr Geld dafür? Schließlich handelt es sich doch um gesetzliche Feiertag, an denen eigentlich frei sein sollte.

Antwort:

Fast jeder Berufstätige sehnt sie herbei: die gesetzlichen Feiertage. Bedeuten Sie doch, Zeit für sich und die Familie zu haben. In einigen Branchen kann auf diese Feiertage allerdings keine Rücksicht genommen werden. In Krankenhäusern, Pflegeheimen, bei der Polizei oder Feuerwehr kann auch über die Ostertage nicht einfach zugesperrt werden. Und so müssen viele Fleißige Ihren Dienst versehen, während andere mit der Familie Ostereier suchen.

Müssen Sie an einem Feiertag arbeiten, steht Ihnen zunächst nach § 11 Arbeitszeitgesetz (ArbZG) ein Ersatzruhetag zu. Einen finanziellen Ausgleich sieht das Gesetz hingegen nicht vor. Trotzdem ist es durchaus üblich, dass Angestellte einen Feiertagszuschlag bekommen. Dies kann sich aus Ihrem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder der betrieblichen Übung ergeben. Für Beamte gelten spezielle beamtenrechtliche Vorschriften.

In vielen Fällen regelt ein Tarifvertrag die besondere Zahlung für das Arbeiten an Feiertagen. Aber Achtung! An Ostern gilt eine Besonderheit. Meist sehen die Tarifverträge einen Zuschlag nur für gesetzliche Feiertage vor. Karfreitag und Ostermontag sind solche Feiertage. Ostersonntag ist allerdings kein gesetzlicher, sondern ein kirchlicher Feiertag. Für kirchliche Feiertage sehen die Regelungen in aller Regel keine Zuschläge vor. An Ostersonntag können Sie also nur auf den gegebenenfalls üblichen Sonntagszuschlag hoffen. Dieser ist meist deutlich geringer als ein Feiertagszuschlag.

Bekommt Ihre Freundin einen Feiertagszuschlag, kann Sie sich freuen. Diese sind nämlich auch noch begrenzt steuerfrei. Ein Zuschlag von bis zu 125% des Grundlohns bleibt steuerfrei. Sozialversicherungsabgaben müssen nicht entrichtet werden (§ 3b Einkommenssteuergesetz). Allerdings darf der Stundenlohn dabei 50 Euro nicht übersteigen.

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