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Drohne am Himmel

Führerschein für Drohnen

21.04.2017

Rechtsfrage des Tages:

Ich wünsche mir zum Geburtstag von meinen Eltern eine Drohne. Die meinten, dass ich fürs Fliegen bald einen Führerschein brauche. Stimmt das?

Antwort:

Das Fliegen fasziniert Menschen schon immer. Und mit der neuen Drohnentechnik hat sich nicht nur ein neues Freizeitvergnügen eröffnet. Auch im gewerblichen Bereich werden immer häufiger Drohnen eingesetzt. Die Rechtslage war bisher etwas undurchsichtig. Seit kurzem gilt eine neue Verordnung, die "Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten". Diese enthält einige Neuerungen. Unbemannte Luftfahrtsysteme sind dabei insbesondere Flugobjekte, die gewerblich genutzt werden. Nutzen Sie Ihre Drohne hingegen für Sport und Freizeit, handelt es sich nach der Verordnung um Flugmodelle.

Soll Ihre neue Drohne ein Gewicht ab 250 Gramm haben, müssen Sie ab Anfang Oktober 2017 ein Kennzeichen anbringen. Ihre Drohne muss dauerhaft mit einem feuerfesten Hinweis auf Name und Anschrift des Eigentümers versehen werden. Andernfalls droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.

Fällt Ihre Drohne etwas größer aus, brauchen Sie tatsächlich einen Führerschein. Drohnen mit einem Gewicht von mehr als 2 Kilogramm dürfen Sie nur mit einem Kenntnisnachweis aufsteigen lassen. Diesen stellen Luftsportvereine aus. Sie müssen für den Erhalt Kenntnisse hinsichtlich Benutzung, Navigation, luftrechtlicher Grundlagen und der geltenden Luftraumordnung nachweisen. Das Mindestalter liegt bei 14 Jahren. Für unbemannte Luftfahrtsysteme brauchen Sie eine Bescheinigung des Luftfahrt-Bundesamtes, für die Sie eine Prüfung ablegen müssen. Mindestalter: 16 Jahre. Mit einer gültigen Pilotenlizenz brauchen Sie keine weitere Bescheinigung. Für unbemannte Fluggeräte mit einem Gewicht von mehr als 5 Kilogramm brauchen Sie künftig grundsätzlich eine zusätzliche Erlaubnis.

Ihre Drohne bis 5 Kilogramm dürfen Sie nur in Sichtweite fliegen. Sie müssen Ihre Drohne also immer selbst noch sehen können. Nennen Sie ein Leichtgewicht unter 250 Gramm Ihr Eigen und nutzen eine Videobrille, dürfen Sie ausnahmsweise auch außer Sicht fliegen. Die Drohne darf dann aber nicht höher steigen als 30 Meter. Für alle anderen Drohnen gilt eine maximale Flughöhe von 100 Metern. Beispielsweise auf Modellflugplätzen können ausnahmsweise auch andere Höhen erlaubt sein.

Erkundigen Sie sich vor Ihrem Start noch über etwaige Flugverbote. Diese können unter anderem über Krankenhäusern oder Polizeistellen bestehen. Wohngrundstücke sind für Drohnen mit über 250 Gramm Gewicht tabu. Leichtere Drohnen dürfen ebenfalls nicht über den Nachbargarten fliegen, wenn Sie eine Kamera, Mikrofone oder Funkantennen haben. Übrigens gilt die Verordnung nicht nur für Drohnen. Beispielsweise Modellflugzeuge fallen auch unter die neuen Regelungen.

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