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Mülltonne

Neues Verpackungsgesetz: Das sollten Sie wissen!

19.04.2017

Rechtsfrage des Tages:

Wir haben über Ostern Freunde besucht. Mit Interesse habe ich gesehen, dass diese eine orange Tonne für Wertstoffe haben. Bekommen wir jetzt durch das neue Verpackungsgesetz alle eine solche Wertstofftonne? Und ändert sich sonst noch etwas?

Antwort:

Schon 2011 sollten bundesweite Wertstofftonnen für Plastik, Wertstoffe und Verpackungsmüll eingeführt werden. Die Realität sieht heute anders aus. Einige Kommunen stellen den Haushalten die orangefarbenen Tonnen für Wertstoffe bereit. In vielen anderen Gebieten können Sie aber nur gelbe Tonnen oder gelbe Säcke für Verpackungsmüll verwenden.

Nunmehr wurde ein neues Verpackungsgesetz verabschiedet. Dieses soll zum 1. Januar 2019 in Kraft treten, sofern der Bundesrat nicht noch ein Vermittlungsverfahren beantragt. Die bundesweite orange Wertstofftonne wird es dennoch nicht geben. Jede Kommune kann weiterhin eigene Vereinbarungen mit Recycling-Unternehmen treffen, so dass es nach wie vor Gemeinden mit und ohne Wertstofftonnen geben wird.

In den gelben Sack dürfen nach wie vor nur Verpackungsmaterialen wie beispielsweise Plastik, Verbundstoffe oder Aluminiumverpackungen. Haushalts- oder Gebrauchsgegenstände dürfen nicht in den gelben Sack oder die gelbe Tonne. Kunststoffgießkannen, kaputte Bälle oder CDs müssen Sie im Restmüll entsorgen oder bei einem Recyclinghof abgeben. Solche Wertstoffe können Sie aber auch in einer orangen Tonne entsorgen, sofern Sie diese in Ihrer Region bekommen.

Beachten Sie aber, dass es auch bei den Details der Mülltrennung regionale Unterschiede geben kann. In Hannover konnten Sie beispielsweise zu Beginn auch Kleinelektrogeräte über die O-Tonne entsorgen. Heute müssen Sie diese zum Wertstoffhof bringen. Informationen erhalten Sie bei Ihrer Kommune oder dem zuständigen Entsorgungsbetrieb.

Das Gesetz hält trotzdem eine Änderung bereit, die Sie als Verbraucher kennen sollten. Künftig sollen Ihnen im Supermarkt Schilder den Weg zu Mehrwegflaschen weisen. An den Regalen angebracht, sollen Kunden bald leichter Mehrwegflaschen finden können. Außerdem müssen Sie nach in Kraft treten des Gesetzes Pfand auf Frucht- und Gemüsenektare mit Kohlensäure zahlen. Gleiches gilt für Mischgetränke mit einem Molkeanteil von mindestens 50 Prozent. Diese Getränke sind bisher pfandfrei.

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Tags: Müll

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